• Maximilian Beck in Schaan
    Wenn er «im Time» ist, dann hört und fühlt sich jeder Rhythmus gut an.  (Daniel Schwendener)

«Auf dem Schlagzeug gebe ich den Takt an»

Sein erstes Schlagzeug bekam Maxi Beck aus Schaan zu Weihnachten geschenkt. Er war damals 6 Jahre alt. Seither haben ihn die Drums nicht mehr losgelassen. Sein grosses Hobby, das Schlagzeugspielen, lebt er heute täglich. Seit rund zweieinhalb Jahren führt er seine selbst aufgebaute Schlagzeugschule und gibt sein Wissen und seinen Enthusiasmus an die Schüler weiter. In der Vorweihnachtszeit begleitete er in den ­vergangenen Jahren mit einer Band einen Gospelchor am Schlagzeug. Musik gehört für ihn ganz einfach zum Leben, ob mit oder ohne Schlagzeug.
Schaan. 

Das ist Leidenschaft: «Das Schlagzeug hat mich fasziniert, seit ich denken kann», sagt Maxi Beck. Als einer seiner Onkel geheiratet hatte, war er so vom Schlagzeuger der Band angetan, dass er den ganzen Abend neben dem Schlagzeuger verbrachte. Noch im gleichen Jahr bekam er vom Christkind sein erstes Schlagzeug geschenkt. «Auf meinem Schlagzeug wollte ich die Guggenmusik imitieren. Ich habe mir den Takt von verschiedenen Liedern gemerkt und auf dem Schlagzeug nachgespielt, obwohl sich die ganze Familie beschwert hat», erinnert er sich. Bald darauf lernte Beck die Percussion zu spielen und seit er 16 Jahre ist, spielt er als Schlagzeuger in einer Band. «Für mich ist Schlagzeug spielen ein Ausgleich und eine Entspannung. Andere gehen joggen und ich setze mich hinters Schlagzeug. Ich werde so lange auf diesem Instrument spielen, solange ich hören kann.» 

Rhythmus im Blut
Der Schlagzeuger sorgt für den Beat und den Rhythmus in einem Song. Und Rhythmus hat Maxi Beck definitiv im Blut. «Es gibt Leute, die den Rhythmus lernen können, aber ich bin der Meinung, entweder du spürst den Rhythmus oder eben nicht.» Welches denn sein Lieblingsrhythmus sei, darauf antwortet er, dass viele Rhythmen cool sind. Er müsse einfach zum Song passen. Mitunter seien auch schlechte Rhythmen, wenn es das denn gebe, plötzlich cool. «Wenn er ‹im Time› ist, dann kann kein Rhythmus schlecht sein», so der 35-Jährige. Musik erzeugt Emotionen und lässt den Menschen verschiedene Gemütsstimmungen erleben. Für viele ist Musik Balsam für die Seele, wie für Beck auch. «Wenn es die Musik nicht mehr geben würde, dann würde ich ein Problem haben.» Die Palette ist so gross, zu jedem Wohlbefinden wählt er den gewünschten Musikstil. Wenn man immer dasselbe höre, dann stumpfe die Musik ab.

Das Wichtigste beim Schlagzeug lernen ist der Spass am Instrument und die Vielfältigkeit, was man mit dem Schlagzeug alles machen kann. Musik muss man hören, fühlen und geniessen. Dann kann man am Schlagzeug richtig abrocken. Die Schüler von der Schlagzeugschule «Beckbeat» sollen nicht nur Notenblätter nachspielen, sondern ihren Lieblingssong und ihre Idole am Schlagzeug nachspielen. «Einige können nach Noten spielen, aber viele können herausspüren, wo das Instrument im Song da ist, und es mitspielen. Sie hören Musik und fühlen den Rhythmus.»

Weihnachtslieder und moderne Musik am Schlagzeug passen nicht immer zusammen. Trotzdem werden heute viele Weihnachtslieder am Schlagzeug begleitet. Auch dann, wenn ein Schlagzeug einen Chor begleitet, der hauptsächlich Weihnachtslieder aufführt. Seit November 2015 begleitet Maxi Beck mit einer Band zusammen einen Gospelchor bei den Auftritten. «Es ist natürlich nicht dasselbe, mit einem Gospelchor zu spielen, wie wenn ich Metal spiele. Ich muss auf die Lautstärke achten und begleite durch die Akustik eher dezent, zumal die Konzerte in Kirchen stattfinden.» Er habe aber gute Erfahrungen gemacht und Weihnachtslieder wie «Jingle Bells Rock» und viele weitere zum Besten gegeben. Auf die Fragen, ob es einen Weihnachtsbeat gebe, winkt er ab. «Last Christmas wurde ursprünglich als Osterlied «Last Easter» geschrieben. Nur weil das Wort Weihnachten im Song vorkommt, ist es noch lange kein Christmas-Song und trotzdem ist es heute das meistgespielte Weihnachtslied. Ein Song hat sein eigenes Leben und entwickelt sich von ganz allein. Wichtig ist ein songtaugliches Drumming, dann passt es zum Lied. In einem Song muss alles zusammen funktionieren und harmonieren. Es ist wie Fussball spielen.»
Weihnachten wird er zu Hause mit seiner Familie feiern. «Ganz klassisch mit Bescherung und vielleicht noch etwas Singen mit der Familie», verrät er. Mit einem feinen Essen möchte er den Abend gemütlich mit der Familie verbringen. «Ich hoffe, es schneit, und es ist weiss und eine Bise weht durch die Gegend, dann ist es in der warmen Stube beim Weih­nachtsbaum besonders gemütlich.» (lb)

01. Dez 2018 / 08:03
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