• Fussball FC Vaduz Markus Neumayr
    Markus Neumayr, Captain des FC Vaduz.  (Eddy Risch)

Vaduz ist eine tolle Adresse

FCV-Profi Markus Neumayr war in der abgelaufenen Super-League-Saison der wertvollste Akteur in den Reihen des FC Vaduz. Er erzielte fünf Tore und zeichnete sich als siebenfacher Assistgeber aus.
Vaduz. 

Neumayr überzeugte in der neuen Saison, erzielte in der Europa League zwei Tore und lieferte bereits drei Assists.

Neumayr bleibt FCV erhalten

Neumayr leistete dank starker Auftritte seinen Beitrag zum Ligaerhalt des FC Vaduz. Im Sommer 2015 lagen Neumayr Angebote von St. Gallen und Luzern sowie eines Vereins aus der Zweiten Bundesliga vor. Zu einem Wechsel kam es nicht. «Letztlich ist es nicht so gekommen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich wusste, was ich an Vaduz habe – es muss hundertprozentig passen. Ich fühle mich hier wohl, Vaduz ist eine tolle Adresse und ich bin stolz, einen wichtigen Part in der Mannschaft innezuhaben. Schliesslich habe ich in meiner Karriere nicht immer so viel Glück gehabt. Deshalb schätze ich hier das Gesamtpaket», liefert Neumayr den Grund seines Bleibens. Auch die Familie war nicht ganz unschuldig. «Ich musste mehr Interessen ins Boot holen. Es war nichts, was mich hier weggebracht hat», ergänzte Neumayr.

Fussball FC Vaduz Markus Neumayr

Markus Neumayr mit seiner Familie.

«Karriere hat sich ergeben»

Ging ein Jugendtraum in Erfüllung? «Nein, es hat sich so ergeben. Ich hatte mir nie Gedanken gemacht, dass ich mein Geld im Fussball verdiene. Es war nie ein Thema, denn ich besuchte das Friedrich Desauer Gymnasium und meine Eltern wollten, dass ich die Ausbildung vorantreibe», klärt Neumayr auf. «Mein erster Plan lautete, das Abitur zu beenden. Wie es weitergeht, hat niemand gewusst. Ich schloss die mittlere Reife ab, danach öffnete sich die Profi-Türe.» Er wechselte früh zu Eintracht Frankfurt. «Schliesslich wollte mich Schalke 04, doch ein Wechsel in Deutschland hätte keinen Sinn gemacht und entsprach nicht meinem Charakter. Ein halbes Jahr später klopfte Manchester United an, wo Stars wie Van Nistelrooy und Ryan Giggs spielten. Als sie mich anriefen, habe ich nicht gezögert. Das ist wie wenn heute Barça anrufen würde», so Neumayr, der ab jenem Zeitpunkt auf die Karte Fussball setzte.

Als 16-Jähriger nach Manchester

Jener Wechsel als 16-Jähriger war prägend. «Ich war einer anderen Kultur und Sprache ausgesetzt, deshalb darf ich jene Phase meines Lebens als Abenteuer bezeichnen. Dennoch war es für mich eine wichtige Erfahrung – als Person und Fussballer», blickt Neumayr zurück und ergänzt: «Ein Jahr später erhielt ich den ersten Profivertrag. Die Entscheidung habe ich nie bereut.» Als Deutscher durfte er bei den Reserven von Manchester United die Captainbinde tragen. Ein besonderes Privileg für einen Deutschen in England? «Das erfüllte mich mit Stolz, dass ich als Deutscher die Captainbinde tragen durfte. Wir waren im letzten Jahr recht erfolgreich und hatten ein riesiges Team mit Piquet (Barcelona), Rossi (Fiorentina), Danny Simpson (Leicester City) und Fraizer Campbell (Crystal Palace), die Grössen in der Premier League sind. Ich halte immer noch Kontakt mit ihnen. Dass ich sie aufs Feld führen durfte, war ein Eckpfeiler und freute mich.» (eh)

Lesen Sie mehr über Markus Neumayr im aktuellen Fussball-Magazin.

11. Aug 2015 / 06:00
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