• Fussball Super-League: FC Vaduz - FC Zuerich
    Der Vaduzer Nicolas Hasler, Mitte, kurz vor seiner Einwechslung im Gespräch mit Trainer Giorgio Contini und seinem Assistenten Daniel Hasler, rechts.  (Eddy Risch)

Saisonstart teilweise durchwachsen

Der Saisonstart des FC Vaduz in die Super-League-Saison verlief bislang durchwachsen. Auf die Niederlage in Basel (0:2) folgte ein starker Auftritt gegen den FC Zurich (2:2). Ungenugend war die Leistung bei der 0:1-Pleite in Lugano.
Vaduz. 

Grundsätzlich zeigte der FC Vaduz von den Leistungen her einen guten Saisonstart. «Er war teilweise auch durchwachsen. Es ist noch nicht alles eingespielt. Die Neuen sind angekommen, obwohl noch nicht alles zusammenharmoniert. Aber wir befinden uns im Fahrplan», beurteilte FCV-Trainer Giorgio Contini die ersten drei Partien. Im vierten Spiel folgte am Sonntag das Duell gegen den FC Sion (nachRedaktionsschluss).

«Ligaerhalt steht über allem»

Für den FCV-Trainer bleibt die Zielsetzung, der Ligaerhalt, unverändert, zumal nach drei Spieltagen der FCV auf den letzten Platz abgerutscht ist. «Der Ligaerhalt steht über allem. Die Aussenstehenden glauben, wir attackieren die ersten fünf Plätze. Wir halten zwar den Anspruch, jeden Gegner in Bedrängnis zu bringen, doch dieses Unterfangen wird bestimmt schwieriger als im Vorjahr», mahnt Contini zur Vorsicht. Schon deshalb bleibt er Realist: «Wir können in jedem Spiel gewinnen, doch wenn’s nicht optimal läuft, können wir auch jede Partie verlieren.» Als Pflicht sieht Contini, den Liechtensteiner Cup zu gewinnen. «Der Cupsieg ist eine Pflicht, daran hat sich vom Grundsatz nichts verändert.»

Kleine Auffrischung im Kader

Im FCV-Kader kam es zu einer klaren Auffrischung, denn diverse FCV-Akteure haben den FCV im Sommer verlassen. Die Leihverträge mit Hekuran Kryeziu (FC Luzern) und Kwang-Ryong Pak (FC Biel) wurden nicht mehr verlängert. Vinzenz Flatz (Studium?) bat um Vertragsauflösung, Mario Sara wechselte zum SV Ritzing (Ö). Im Verlauf der Europa-League-Qualifikation verliessen Nico Abegglen (FC Wohlen), Andreas Hirzel (Hamburger SV) und Steven Lang (FC St. Gallen) das Team. Sechs Akteure sind neu zum FCV gestossen: Mario Bühler (FC Wohlen), Mauro Caballero (Desportivo Aves / Por), Moreno Costanzo (FC Aarau), Robin Kamber (Servette Genf), Stjepan Kukuruzovic (Ferencvaros Budapest, Ung) und Ale Messaoud (Willem II, Nl) heissen die neuen Kräfte. «Die Qualität im Kader ist gestiegen», betonte Contini vor dem Saisonstart. Der eine oder andere Neuling muss den Beweis jedoch noch antreten.

Die Favoriten der Liga

Der FC Basel ist mit drei Siegen optimal in die Saison gestartet. Beim FCZ kam es bereits zur ersten Trainer-Entlassung der laufenden Saison. «Basel ist der Krösus. Ich rechne damit, dass YB die Punkte holen wird. Auch Sion ist dank seines Kaders zu beachten. Es sind die Verdächtigen, die sich um die ersten drei, vier Platze streiten werden», nennt Contini die Favoriten beim Namen.

Variables System

Punkto System wird der Cheftrainer vor allem auf ein 4-3-3-System setzen. Dennoch wird er variabel bleiben. Die Viererkette scheint zwar gesetzt zu sein, doch auch eine Dreierkette ist nach wie vor denkbar. «Von Fall zu Fall prüfen wir das. Da wir viele Innenverteidiger im Team haben, ist ein Wechsel auf eine Dreierkette möglich. Vor allem auch, um die Aussenverteidiger zu schonen. Derzeit haben wir nur zwei fitte Aussenverteidiger (Anm. der Redaktion: Aliji und Von Niederhäusern) im Team. Zudem sind jene Positionen stark beansprucht», schildert Contini.

Sprung für U23-Spieler zu hoch?

Als der FCV vor zwei Jahren ein U23-Team installierte, war angedacht, dass sich der eine oder andere für höhere Aufgaben, sprich den Profifussball, empfehlen kann. Doch der Sprung scheint derzeit sehr hoch zu sein. «Das hat mit der Struktur zu tun. Beim U23-Team haben wir keine Spitzensport-Struktur. Einige Spieler sind nicht gekommen und entschieden sich für einen anderen Weg. Unsere Mannschaft hat in der Zweiten Liga dennoch eine gute Saison gespielt. Da das Team auf tiefem Niveau trainiert, ist der Sprung in die Super League indes sehr hoch», relativiert Contini. «Die besten Spieler des LFV, die bei der U18 ausscheiden, müssten hier bei der U23 auflaufen, doch sie gehen in die Erste Liga oder wechseln in andere Teams. Deshalb ist es schwierig, die optimale Struktur auf die Beine zu stellen. Es gibt nur wenige, die in der Ersten Liga gespielt
hatten. Sie wechseln oft zum USV Eschen/Mauren, dem FC Balzers, FC Tuggen oder Rapperswil/Jona. Gut, dass wir diese Mannschaft haben, doch die professionelle Struktur ist nicht gegeben. Das Niveau ist das eine, doch muss die Frage erlaubt sein: Welche Spieler konnte der FCV an Land ziehen? Das ist eine strukturelle Frage und die passt derzeit leider nicht», bedauert Contini. (eh)

11. Aug 2015 / 06:00
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