• Denniis Sprenger
    Die Arbeit des Mediamatikers findet hauptsächlich am PC statt.  (Daniel Schwendener)

Ein Beruf mit vielen Möglichkeiten

Die Ausbildung zum Mediatiker wird als Verbundslehre in Zusammen­arbeit mit 100pro! von der Liechtensteiner Wirtschaftskammer, der BVD und der ­Vaduzer Medienhaus AG angeboten. Im Interview schildern die beiden ­jungen Berufsleute Dennis Sprenger und Julian Konrad Eindrücke aus dem ersten Lehrjahr.
Vaduz. 

Was war ausschlaggebend, dass ihr euch für die unbekannte Ausbildung zum Mediamatiker entschieden habt?
Dennis Sprenger: Die Ausbildung dieses Berufs ist sehr breit gefächert und bietet viele attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten. Ausserdem sind die Aufgabengebiete spannend.
Julian Konrad: In der Berufswahl beschäftigte ich mich mit dem Beruf des Informatikers. Ebenfalls hat mi der grafische Bereich sehr gut gefallen. Zusätzlich ist mein Hobby die Fotografie. Dank den Ausbildnern von 100pro! wurde ich auf diesen Beruf aufmerksam, der Informatik, Gestaltung und Design, Multimediatechnik und Marketing verbindet.

Mediamatiker ist ein relativ neuer und deshalb auch noch recht ­unbekannter Beruf: Was sind die alltäglichen Aufgaben eines Mediamatikers?
Dennis Sprenger: Unsere täglichen Arbeiten sehen in der BVD und dem Vaduzer Medienhaus sehr unterschiedlich aus. Wir erstellen Websites und machen die Aufbereitung von Informationen für Web und Print, weiters machen wir Präsentationserstellung, Fotografie-Arbeiten, Druck­vorstufe und Social Media-Verwaltung.
Julian Konrad: In der BVD ist es die gestalterische Umsetzung der eingehenden Kundenaufträge. Im Vaduzer Medienhaus sind die Aufgaben eher tagesabhängig, da im Bereich der Printmedien und Digitalmedien sehr kurzfristig agiert werden muss.

Multimedia, Design, Marketing, Informatik und Administration sind Schlagwörter, die in diesem Berufsbild enthalten sind. Welches sind die spannendsten Aufgaben, die diesen Beruf bzw. die Lehre umfassen?
Dennis Sprenger: Mich interessiert der Informatik- sowie der Marketingzweig am meisten. Das Schöne an dem Beruf ist jedoch, dass man in allen Bereichen eine gute Grundausbildung bekommt.
Julian Konrad: Mir persönlich gefallen die Bereiche der Multimediatechnik mit dem Erstellen und Bearbeiten des Rohmaterials am meisten. Zusätzlich arbeite ich sehr gerne im Bereich der grafischen Umsetzung von Aufträgen.

Welche Projekte habt ihr im ersten Jahr ausführen dürfen oder müssen?
Dennis Sprenger: Im ersten Jahr durfte ich im Vaduzer Medienhaus ­unter anderem an neuen Projekten meine ersten Erfahrungen sammeln. In der BVD waren es die Aufgaben aus der Druckvorstufe. Das heisst das Setzten von Texten und Grafiken auf Visitenkarten, Flyern, Broschüren, usw. Auch hier durfte ich einige Fotografie-Aufgaben übernehmen.
Julian Konrad: In der BVD sind es eher Projekte im gestalterischen und grafischen Bereich. Ein spezielles Projekt in der BVD war das Erstellen eines Werbetrailers. Im Medienhaus konnte ich schon mehrere Tage bei der Filmproduktionsfirma Kommu.TV verbringen und dabei viele neue Erkenntnisse über das Filmen und das Schneiden von Filmmaterial lernen. Als ­Projekt in der Schule musste jeder Schüler eine eigene Webseite programmieren. 

Wie gestaltet sich der Schulalltag in der ­Berufsschule? Welche Fächer und welches Fachwissen wird an der Berufsschule ­vermittelt?
Dennis Sprenger: Wir haben im ersten Lehrjahr zwei Tage Schule an der Berufsschule in Chur. Der Fokus liegt auf Informatik, Gestaltung und Design sowie Multimedia-Technik. Informatik macht dabei den grössten Block aus. Neben diesen eher technischen Fächern haben wir Mit­gestalten von Projekten, Bürokommunikation, Wirtschaft und Finanzen sowie die Sprachen Deutsch, Englisch und Italienisch.
Julian Konrad: Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Gestaltung und Design, Multi­mediatechnik und Informatik. Mehrheitlich wird im Unterricht der eigene Laptop benötigt. Lang­fristige Projektarbeiten wie die ­Programmierung einer Homepage sind auch Inhalt des Unterrichtes. Im Bereich des all­gemeinen Unterrichts werden die Fächer Deutsch, Englisch, Wirtschaft und Rechtskunde unterrichtet. Erstmals nach neun ­Jahren Pflichtschule muss ich das Fach ­Italienisch besuchen – was natürlich im Gegensatz zu meinen Schulkollegen in Chur – ein nicht ­gerade einfaches Unterfangen ist.

Welches sind die Aufgaben, die ihr im ­Medienhaus ausführt, und welche Aufgaben sind dies in der BVD?
Dennis Sprenger: Im Vaduzer Medienhaus habe ich bei der Verwaltung der Website ­hierbeimir.li mitgeholfen. Darunter fallen ­Arbeiten wie Produktefotos einpflegen, ­Verwaltung der Onlineprodukte oder auch die Mithilfe bei Messen. In der BVD durfte ich bei der ­Kartenerstellung für Froneri ­mithelfen. Ebenso konnte ich diverse ­Arbeiten übernehmen wie das Erstellen von Visitenkarten, Einladungskarten oder eine WM-Spielübersicht.
Julian Konrad: In der BVD sind es eher ­Projekte im gestalterischen und grafischen Bereich, wie Visitenkarten, Einladungen, Flyer, etc. designen. Im Vaduzer Medienhaus liegt der Schwerpunkt in den Onlinemedien und in der Erstellung von Foto- und Videomaterial.

Das erste Jahr ist rum. Wie habt ihr es erlebt und was erwartet ihr euch vom nächsten ­Lehrjahr?
Dennis Sprenger: Das erste Lehrjahr war sehr spannend und ereignisreich. Es gab sehr viel Neues zu lernen. Im zweiten Lehrjahr hoffe ich weiterhin auf die grosse Vielfalt des Berufs, und dass ich noch sehr viele ­andere berufsrelevante Arbeiten übernehmen kann, was sehr schwer ist, da der Beruf des Mediamatikers sehr vieles abdeckt und sehr breit ­gefächert ist.
Julian Konrad: Das erste Jahr ist im Flug vergangen. Die Umstellung vom Schulalltag zur Lehre habe ich mir intensiver vorgestellt. Ich erwarte mir im nächsten Lehrjahr, dass ich im grafischen Bereich und im Bereich des Webdesigns meine Fähigkeiten vertiefen kann. (lb)

11. Sep 2018 / 07:16
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