• Wellness am Arbeitsplatz
    Gesunde Ernährung steigert die Konzentration  (Wodicka)

Wellness am Arbeitsplatz

Wellness ist eine Lebenseinstellung, die dem Wohle des Menschen dient. Doch selbst wenn das Schlagwort in aller Munde ist, wird Wellness von der Gesellschaft immer noch als Privatsache betrachtet – im Sinne von: Da muss sich jeder selber drum kümmern. Genau das ist die Hauptschwierigkeit bei der Einführung am Arbeitsort. Ein Umdenken ist angesagt: Denn wellnessverwöhnte Mitarbeiter danken es ihrem Unternehmen mit gesteigerter Motivation und Produktivität.
Vaduz. 

Noch immer wollen viele Arbeitgeber nichts von Wellnessmassnahmen in ihrem Unternehmen wissen – schliesslich lasse sich Wellness grundsätzlich nicht verordnen. Ausserdem wirkt sich der Kostenfaktor regelmässig bremsend auf die Diskussion aus. Bei all diesen Argumenten wird allerdings einer Tatsache zu wenig Beachtung geschenkt, nämlich, dass eine schlechte Arbeitsatmosphäre hohe versteckte Kosten verursacht – man denke nur an krankheitsbedingte Ausfälle oder Schlagworte wie Burn-out. Folglich sollte ein gesamtheitliches Wellnesskonzept in jedem Betrieb zur Unternehmenskultur gehören. Denn zufriedene Mitarbeiter sind auch produktivere Arbeitskräfte. Die Wellnessspirale verbessert nicht nur das Betriebsklima, sondern fördert langfristig auch die Teamfähigkeit, die kreative Motivation sowie die Leis-tungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Reorganisation der Pausen

Pausen sind Teil der Arbeitszeit. Vielerorts werden sie jedoch zu wenig ernst genommen. Sie werden beliebig verschoben, manchmal sogar ganz ausgelassen. Dabei sind Pausen nicht reiner Goodwill des Unternehmens, sondern – falls sie konstruktiv genutzt werden – eine Notwendigkeit, um die eigene Arbeitsleistung aufrechtzuerhalten.
Bei der kollektiven Pause steht grundsätzlich die Gesprächskultur im Vordergrund, wobei vornehmlich positiv besetzte Themen gewählt werden sollten. Das befreit den Geist und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Demgegenüber wirkt sich Lästern über Abwesende hemmend auf die Wellnessspirale aus. Im Gegensatz zur kollektiven, folgt die individuelle, rekreative Pause den Kriterien der Selbstverantwortung. Sie ist weder vom Chef verordnet noch auf einer Stechuhr registriert und ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich zu gestalten. Es geht dabei um die Durchführung rekreativ wirksamer Übungen, um Verspannungen abzubauen. Viele Menschen meinen, zeitweises Umstellen auf ein Computerspiel oder Facebook sei eine Pause. Aber das ist ein Irrtum – denn es ändert sich bloss der Inhalt, nicht die Handlung. Die Kurzpause besteht im ganzheitlichen Umschalten. Am besten verlässt man dazu den gewohnten Sitzplatz und geht zum Beispiel ein paar Schritte an die frische Luft. Erst, wenn die Kurzpause Körper, Seele und Geist umfasst, wirkt sie rekreativ.

Gesunde Ernährung

Im Weiteren sollte ein besonderes Augenmerk auf die Konsumgewohnheiten gerichtet werden. Die Einführung der Mitarbeiter in grundlegende Ernährungsfragen ist wichtiger Bestandteil jedes Wellnesskonzepts. In einen Pausenraum gehören gesunde Getränke und Nahrung. Sehr förderlich ist auch eine Saftpresse, damit frische Obst- und Gemüsesäfte gemacht werden können. Warum nicht fertige Säfte in den Kühlschrank stellen? Weil das Pressen des Safts als komplementäre Handlung zur Arbeit enorm rekreativ wirkt.

Massagen zur Entspannung

Als weiterer konstruktiver Beitrag eines umfassenden Wellnesskonzepts bietet sich die Massage an, welche von kundigen Mitarbeitenden oder externen Fachleuten durchgeführt werden kann. Was es dazu braucht, ist lediglich ein Besprechungszimmer oder eine ruhige Ecke, in die man sich zurückziehen kann. Externe Masseure bringen auch häufig ihren eigenen portablen Massagestuhl mit. Zwischen den Meetings und Telefonaten werden so die angespannten Körperteile gelockert und der Energiefluss deblockiert. Bereits ein 10-Minuten-Time-out reicht aus, um danach Neues wieder tatkräftig anzupacken.
Die Massage wirkt grundsätzlich leis-tungssteigernd und ist ein optimales Gesundheitsvorsorgeprogramm. Regelmässige Anwendungen steigern die Stressresistenz und verhindern Rückenprobleme. Der Aufbau der Mitarbeitermassage kann auch von gemeinsamen Entspannungsübungen begleitet werden, welche zusätzlich zur Gemeinschaftsbildung und Optimierung kreativer Kommunikation beitragen.

Kaltes Wasser belebt

Eine früher oft praktizierte – mittlerweile aber leider in Vergessenheit geratene – ausgesprochen rekreative Massnahme ist die Kaltwasseranwendung. Dabei werden die Unterarme für ca. 30 Sekunden unter kaltes Wasser gehalten. Zusätzlich wird die Stirne und das Genick benetzt. Die Wasseranwendung wurde ehemals von Naturarzt Pfarrer Kneipp eingeführt und bewirkt eine Harmonisierung der Nevenenden sowie eine Anregung des Blutkreislaufs. Zusätzlich wird der Wärmehaushalt langfristig gestärkt. (ne)

01. Okt 2014 / 17:33
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