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Individuelle und einzigartige Ski

Sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, können es die Wintersportfans kaum mehr erwarten, auf der Skipiste zu starten. Von Zeit zu Zeit muss die Ausrüstung natürlich erneuert werden – wer ein besonders angenehmes Fahr­erlebnis sucht und dabei viel Wert auf Sicherheit legt, kann sich sein Equipment direkt und individuell anpassen lassen. So wird das Unfallrisiko vermindert und der Komfort gesteigert.

Frühmorgens aufstehen, die Ski einpacken und in die Berge fahren. Bei perfektem Wetter werden die ersten Schwünge auf einer unberührten, menschenleeren Piste gezogen, der lo­cke­re Pulverschnee wirbelt durch die Luft, während die Sonne das Gesicht wärmt. So könnte ein toller Skitag starten. Aber nicht jeder Skitag endet auch so traumhaft. Jährlich passieren unzählige Unfälle auf Skipisten. Einige davon können durch richtig eingestelltes Equipment ­ver­mieden werden. Dazu gehören die ­passenden Ski und die optimal sitzenden Skischuhe.

Individuell in Design und Eigenschaften angepasst
Wer neue Ski möchte und dabei etwas ganz Besonderes sucht, kann sie sich individuell und nach den eigenen Vorstellungen herstellen lassen. Bei einem professionellen Skiproduzenten können sich die Kunden aus vielen Vorlagen das Traumdesign aussuchen, oder zusammen mit dem Profi eine persönliche Idee Wirklichkeit werden lassen. Jeder Ski ist dabei ein Unikat und ganz sicher nur einmal in dieser Form auf der Piste unterwegs.

Aber nicht nur punkto Design können die Ski optimal auf jeden Kunden angepasst werden, auch ihre Beschaffenheit ist personalisiert. Die einen fahren lieber enge Kurven, andere ziehen schnellere weite Schwünge oder rasen zielstrebig den Hang hinunter. Die Ski werden den Fahrvor­lieben angepasst, um diese zu unterstützen. Zudem hat ein individualisiertes Paar Ski etliche Vorteile. Der Grip ist besser, er läuft ruhiger und die hochwer­tigen Materialien machen das Fahrerlebnis unvergleichbar. Denn während Massenproduzenten im Zuge des Preisdrucks immer mehr auf hochwertige Materialien verzichten, nutzen Einzelstückhersteller nur beste Materialien für ein einzigartiges Fahrgefühl.

Die reine Arbeitszeit von einem Paar handgefertigter Ski beträgt etwa sechs bis acht Stunden. Jedoch liegen zwischen einzelnen Arbeitsschritten Stunden und Tage – das Material muss aushärten und die Farbe trocknen. So kann es durchaus sein, dass der Herstellungsprozess insgesamt mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Wer ein ganz spezielles Erlebnis sucht, kann sogar beim Erstellungsprozess mit dabei sein und mitarbeiten. So sieht der künftige Besitzer, wie ein Ski hergestellt wird, kann bei jedem Arbeitsschritt mithelfen und erleben, wie die Bretter langsam Gestalt annehmen.

Für einen sicheren und bequemen Halt
Ski sind aber nicht die einzigen Teile, die auf die Skiläufer zugeschnitten werden können. Auch die Skischuhe lassen sich anpassen, sitzen so bequemer und geben einen besseren Halt. In welchem Umfang einzelne Skischuhe angepasst werden, hängt von Marke und Modell ab. Bei einigen lässt sich nur der Innenschuh auf Mass anpassen. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten. Bei ­einigen Modellen kann in kleine ­Aussparungen am Innenschuh Parafin, also eine Art Flüssigwachs, eingefüllt werden. Dieses Flüssigwachs umfliesst die betroffenen Stellen und wird anschliessend fest, sodass beispielsweise die Knöchel oder andere Unregelmässigkeiten am Fuss ­ausgespart sind. So sitzt der Innenschuh optimal. Andere Hersteller setzen beim Innenschuh auf Korkpartien. Kork lässt sich verformen und behält anschliessend die neue Position.

Die beste und effektivste Methode zur Anpassung ist bei Modellen möglich, bei denen sich nicht nur die Innenschuhe, sondern auch die Schale selbst anpassen lässt. Das ist durch ein ganz spezielles Schalenmaterial möglich, das sich ab einer gewissen Temperatur verformt und anschliessend wieder komplett aushärtet. Vom Aussehen, dem Gewicht oder der Stabilität unterscheiden sich solche Modelle nicht von herkömmlichen Skischuhen. Sie werden auch wie andere in unterschiedlichen Farben und für verschiedene Fahrstile angeboten. Wer sich jedoch für so ein Modell entscheidet, bei dem ist die Massanpassung inbegriffen. Dafür wird zuerst der Innenschuh herausgenommen und die Schale anschliessend in einem Ofen auf 80 Grad Celsius erhitzt. Sobald die Temperatur erreicht ist, schlüpft der Fahrer mit den Innenschuhen in die Schalen und stellt sich mit ihnen auf einen Apparat, der nun den Schuh an den Fuss presst. Gleichzeitig sorgen Kühlpackungen dafür, dass die Schale schneller abkühlt und so die Form des Fusses behält. Nach weiteren 24 Stunden Ruhezeit ist der Schuh ausgehärtet, angepasst und einsatzbereit.

Weniger Verletzungen und mehr Gefühl
Neben groben Fahrfehlern und Unachtsamkeiten ist schlecht sitzende Ausrüs­tung eine potenzielle Gefahrenquelle. Wer in den Skischuhen an der Ferse beispielsweise zu viel Spielraum hat, kann sich bei einem heftigen Schlag schnell die Achillessehne verletzen. Zu grosse Schuhe zu tragen bedeutet, dass die Schnallen dementsprechend enger eingestellt werden müssen – das verformt die Schale der Skischuhe und im schlimmsten Fall entstehen Druckstellen. All das kann mit einem ideal angepassten Skischuh nicht passieren. Die Verletzungsgefahr ist geringer, die Schuhe sitzen bequemer und man hat mehr Gefühl für die Ski und Piste. (lat)

Wir haben uns informiert bei: Skimanufaktur SKIBAUart in Schaan und Tischhauser Sport in Weite.

12. Nov 2018 / 11:37
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