• SKI ALPIN, SUPER-G, SUPER G, FRAUEN, FIS WELTCUP 2017/18, SAISON 2017/18
     (pd)

«Ich will den Titel erfolgreich verteidigen»

Noch dauert es knapp drei Monate, bis die Skiwelt nach Åre (Swe) blickt, wo vom 5. bis 17. Februar 2019 die Ski-WM der Alpinen stattfinden ­werden. Tina Weirather will ihre Medaillensammlung beim nächsten Grossanlass erweitern. «Nach Silber und Bronze will ich nun eine ­Goldmedaille gewinnen», nennt Weirather eines ihrer grossen Ziele im Skiwinter 2018/19.

Beim Saisonauftakt, dem Weltcup-Opening in Sölden (A), klassierte sich Tina Weirather «nur» auf Rang 27. Nach Rang 20 fiel sie im zweiten Lauf bei schlechten Bedingungen zurück, doch die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. «Die Enttäuschung ist sehr gering. Logischerweise geht es immer um eine gute Performance. Ich habe aber gewusst, dass ich einerseits nicht in steilem Gelände und andererseits sehr, sehr wenig Riesenslalom trainiert habe. Ich benötige etwas Glück, dass es für mich irgendwie aufgeht. Jenes Glück hat in Sölden bestimmt gefehlt, denn schliesslich ist alles zusammengekommen, was für mich nicht gut ist (Anm. der Redaktion: Nebel, Schnee, schlechte Sicht und ruppige Piste). Ich habe mich trotzdem durchgekämpft und meine Abstimmung getroffen, wie ich sie wollte», stellte Weirather klar und ergänzte: «Zudem habe ich mich mit Astrid Vierthaler eingestimmt, die erstmals dabei war.» Wie das «Vaterland» unlängst berichtete, ist die ehemalige österreichische Skirennläuferin Astrid Vierthaler (35) ihre neue Physiotherapeutin im Skiwinter; sie tritt die Nachfolge von Fabienne Frommelt an.

Weirather zog nach dem Opening dennoch ein positives Fazit. «Es war jedenfalls gut, in Sölden zu starten. Die Atmosphäre am Start, das Kribbeln vor dem Rennen – es ist gut, dass ich dieses Gefühl schon mal gehabt habe», räumte sie ein. Nach einem weiteren Konditionsblock ging’s letzte Woche nach Übersee, wo sie sich auf die ersten Speedbewerbe in Lake Louise (Can) einstimmt.

Gelingt das Triple im Super-G?
Schliesslich verfolgt die Liechtensteinerin hohe Ziele. Zweimal in Folge hat sie die kleine Kristallkugel im Super-G gewonnen. «Logisch will ich jenen Titel erfolgreich verteidigen», so Weirather. Dass sie auch nach der zweiten Kris­tallkugel, jener in der Abfahrt, greifen könnte, hat sie bislang nicht thematisiert, obwohl sie in den letzten zwei Jahren die Ränge drei (2018) und fünf (2017) in jener Spezialwertung belegt hatte. «Es wäre bestimmt toll, doch daran habe ich noch nie nachgedacht», so Weirather knapp.

Oder aber die 1000er-Marke im Gesamtweltcup zu kna­cken, wie ihr das vor zwei Jahren gelang, hat die Planknerin nicht auf ihrem Zettel. «Eigentlich habe ich jene Vorgabe mit keiner Sekunde im Visier, weil es die erste Saison sein wird, in der ich nicht so auf den Riesenslalom setze. Ich weiss nicht, ob es mit zwei Disziplinen möglich ist, ich habe mir deshalb darüber keine Gedanken gemacht und es ist mir egal. Meine Ziele sind anders gelagert», stellte Weirather klar. Sie wolle in erster Linie in den zwei Speedbewerben glänzen und ihre Energie dort einsetzen. Sollte es überaus gut im Riesenslalom laufen, werde sie dennoch von ihren Überlegungen nicht abkommen. «Ich denke nicht, denn meine Ziele bleiben meine Ziele. Der Weg dorthin kann sich in kleinen Sachen ändern, aber bestimmt nicht in grossen», stellte Weirather klar. Der zeitliche Aufwand, um im Riesenslalom top zu sein, sei einfach zu gross. 

Hauptaugenmerk galt den Speeddisziplinen
Die Vorbereitung im Sommer verlief wunschgemäss. Spezielle Reizpunkte seien im Training nicht gesetzt worden. «Das Hauptaugenmerk galt den Speeddisziplinen», betonte Weirather. Aufgrund der geringen Schneemengen musste oft improvisiert werden. «Die Pisten waren sehr ­eisig und die Abschnitte sehr kurz. Wir fuhren kürzere Läufe, allerdings erhöhten wir deshalb die Anzahl der Fahrten», klärte Weirather auf. 

Das LSV-Ass ist ein absoluter Wettkampftyp. In den Trainings tut sie sich indes oft schwer, um ans Limit zu ge­langen. Hat sich an ihrem Verhalten etwas verändert? «Es ist mein täglicher Kampf, dass ich dorthin komme, das schaffe ich aber meistens nicht ganz», räumt Weirather lächelnd ein und freut sich, dass es bald so richtig losgeht. (eh)

12. Nov 2018 / 11:43
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