• Philipp Hälg
    Philipp Hälg  (Günther Büchel)

Hälg ist bereit: Der Schnee kann kommen!

Es liegt noch kein Schnee in Steg und das ist der Grund, warum Liechtensteins bester Langläufer, Philipp Hälg, seinen Winterwohnsitz nach Davos verlegte. Ein weiterer Grund ist die Möglichkeit, mit der Swiss-Ski-Trainingsgruppe die intensive Saisonvorbereitung abzuschliessen.
Vaduz. 

Der Leader im LSV-Langlaufteam strahlt Zuversicht für diese Saison aus. «Die letzten Leistungstests in Magglingen belegen klar, dass ich in den Grundlagen zulegen konnte und die Formkurve nach oben verläuft.» Für die nächsten Tage und Wochen gebe es aber noch einiges zu tun, wobei er mit seiner Cheftrainerin Martina Negele den Fokus klar auf die Qualität der Arbeit lege, so Philipp Hälg. Er sei dieses Jahr auch später ins Training eingestiegen als sonst. «Ich musste einfach den Kopf etwas lüften und meinem Körper mal die nötige Ruhe geben.»

Rückschlag im Juli
Im Juli erfolgte ein herber Dämpfer für den Schaaner, als er bei einer intensiven Laufeinheit in eine Bodenunebenheit trat und sich dabei am linken Sprunggelenk einen Bänderriss zuzog. Ein operativer Eingriff sei glücklicherweise nicht nötig gewesen. Rückbli-ckend bezeichnete der 24-Jährige diese Verletzung sogar als neue Chance, um an anderen Sachen zu arbeiten und den Fokus auf die kleinen Details zu legen. So fand er in seinem fast 900-stündigen Jahrespensum plötzlich die Zeit, um an seiner Doppelstock-Technik zu feilen. Mittlerweile kann der Sportler des Jahres 2014 wieder uneingeschränkt trainieren und ist mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung mehr als zufrieden.

Tour de Ski als Höhepunkt
Auf mögliche Weltcup-Starts im Rennwinter angesprochen, zeigte sich Philipp Hälg noch etwas bedeckt. «Ich will mich Anfang der Saison in dieser Beziehung noch nicht definitiv festlegen. Aber es ist schon so, dass ich mich vermehrt im Weltcup zeigen will. Bei den Weltcuprennen in der Schweiz möchte ich sicherlich starten», so der Wahl-Davoser, der seine bisherigen drei Weltcupstarts quasi vor der Haustüre hatte. Und nachdem dieses Jahr keine Grossanlässe wie Olympia oder Weltmeisterschaften anstehen, bietet sich jetzt die Tour de Ski als grosse Gelegenheit für Hälg. Zumal die ersten drei Etappen der Tour zu Beginn des nächsten Jahres in der Lenzerheide zur Austragung kommen. «Es ist schon ein Traum von mir, an dieser Tour de Ski zu starten und diese auch zu beenden. Mich einmal die Strecke zur Alpe Cermis hochzukämpfen – das wäre ein Karriere-Highlight. Aber eine Tour de Ski zu laufen, macht nur dann Sinn, wenn die Form zu 100 % passt.»
Die Tour umfasst acht Rennen in zehn Tagen und die Schluss-etappe in Val di Viemme (ITA) mit dem Anstieg zur Alpe Cermis ist etwas vom Härtesten überhaupt, was es in diesem Sport gibt. Bereits während der letzten Saison stand eine mögliche Teilnahme im Raum. Jedoch entschloss sich das Team damals aufgrund einer Verletzung und dem daraus resultierenden Formtief, auf einen Start von Hälg zu verzichten.
Jetzt gilt es für Philipp Hälg aber erst einmal, den Schwung aus der Vorbereitung mitzunehmen und schnellstmöglich auf den Schnee zu kommen. Alles andere ergibt sich dann von selbst.

Vögeli neu Eliteläufer
Was in diesem Winter für Martin Vögeli und Michael Biedermann (beide C-Kader) möglich ist, lässt sich derzeit nur schwer einschätzen. Die beiden LSV-Läufer liessen aber letzte Saison aufhorchen, als sie bei den Schweizer Meisterschaften Silber im Teambewerb der U20 holten. Für Martin Vögeli erfolgt in dieser Saison mit dem Aufstieg in die Elitekategorie nun der nächste Schritt in Richtung Spitzen- und Profisport. (gb)

 

17. Nov 2015 / 06:00
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