• Ohne Infrastrukturausbau würden sich mehr freie Kapazitäten für den Güterverkehr ergeben.  (Verband der Bahnindustrie)

Noch mehr Güterzüge ohne S-Bahn

Bei Realisierung der S-Bahn sollen täglich 28 Güterzüge fahren – ohne Realisierung hingegen werden es in Zukunft 41 sein.

Die Aussage der ÖBB, wonach es in Sachen Güterverkehr nach einem Ausbau der Infrastruktur zu einer moderaten Steigerung der Güterverkehrsbelastung  kommt, hat sowohl Befür­worter wie auch Kritiker gleichermassen verwirrt und die Diskussion um die S-Bahn erneut angeheizt. Vergessen ging dabei allerdings die Frage und die Diskussion darüber, wie viele Güterzüge es denn sein werden, sollte die Infrastruktur nicht ausgebaut sprich die S-Bahn Liechtenstein nicht realisiert werden. Die Antwort lautet: Mehr als doppelt so viele wie heute.

Heute 17, mit S-Bahn 28 und ohne S-Bahn 41 Güterzüge
Heute werden in 24 Stunden 17 Güterzüge über die Schienen geführt. Der Betriebsplan 2025 der ÖBB sieht vor, dass es bei Realisierung der S-Bahn künftig 28 Güterzüge in 24 Stunden sein werden. Ohne Realisierung der S-Bahn werden es aber insgesamt 41 Ferngüterzüge sein.
Dies bestätigt ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair. «Ohne Infrastrukturausbau und unter der Annahme, dass der Nahverkehr nicht verdichtet wird, würden sich freie Kapazitäten für die Güter­­ver­kehrsrelationen Öster­reich-Schweiz und Schweiz-Deutschland ergeben, aber auch für Relationen zwischen Norditalien und Südwestdeutschland über Brenner und Buchs, die über den genannten Zahlen bei Realisierung der S-Bahn liegen.» 
Die Routenplanung des Güterverkehrs erfolgt laut Gasser-Mair heute sehr grossräumig. Die Prognose zeige bei Umsetzung des S-Bahn Projekts hingegen die bereits kommunizierte moderate Entwicklung des Güterverkehrs zwischen Feldkirch und Buchs. (dv)

30. Jul 2020 / 20:37
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4 KOMMENTARE
So oder so, die Verkehrslage wird nicht besser
Vielen Dank für Nichts.

Können wir jetzt anfangen echte Politik zu betreiben?
Was ist das Ziel?

Ein Durchfahrtsland für den Güterverkehr sein?
Ein Lohnparadies für Pendler?
Steuerparadies für die etlichen Klan-Konzerne vom Land?

Wie wäre es mit einem systematischen, ganzheitlichen Konzept für Liechtenstein?
(und nicht nur für die Grossfirmen)

Siehe walser48 sein Kommentar und macht euch bitte Gedanken.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 31.07.2020 Antworten Melden
Hauptproblem
Wenn wir so weitermachen, platzen wir irgendwann aus allen Nähten. Ob die S-Bahn kommt oder nicht, ist im Prinzip egal. Die Verkehrssituation wird immer schlimmer, die Urbaniserung unseres Landes schreitet unaufhaltsam voran. Es braucht eine Grundsatzentscheidung. Wollen wir wirklich alles der Wirtschaft unterordnen? Wollen wir immer mehr Grenzgänger, immer mehr Zuwanderung? Auch die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft, über die seltsamerweise überhaupt nicht diskutiert wird, lehne ich aus diesem Grund ab. Dies würde nämlich dazu führen, dass unser Land für Zuwanderer noch attraktiver wird, heisst noch mehr Verkehr, noch mehr Stau etc.
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Super Drohung der ÖBB
Ohne Worte
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