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    Auf der Suche nach einem neuen Platz: Das Internet hilft.  (HRAUN)

Apps und Internetplattformen: Camper sind gut vernetzt

Immer mehr Camper sind mit ihren Wohnmobilen unterwegs. Doch wie finden sie überhaupt die abgelegenen Plätze?

Der Artikel über die Wildcamper im Berggebiet hat für Reaktionen gesorgt («Vaterland» vom 7. Juli). Sowohl Camper als auch kritische Stimmen meldeten sich zu Wort. Viele Ideen wurden angebracht, wie mit den Campern umgegangen werden könnte: Beispielsweise durch Schranken oder einer Parkuhr. 
Die Rückmeldungen zeigten weiter auf, dass die Parkplätze im Berggebiet nicht die einzigen sind, die von Campern als Abstellplatz gebraucht werden. Auch im Tal sind immer wieder welche zu sehen. Eine Leserin meldete sich bei der Redaktion und beschrieb die Situation auf dem Parkplatz beim Spielplatz Auring in Vaduz so: «Die Camper parkieren dort im Sommer regelmässig wild und belästigen die Anwohner durch den liegengelassenen Müll, das Pinkeln in die Büsche und den Lärm. Sie blockieren auch die Parkplätze, die doch eigentlich für die Familien mit Kindern gedacht sind.» Sie habe deswegen auch schon die Gemeinde Vaduz gebeten, etwas zu unternehmen. Doch es sei nichts geschehen. Auf «Vaterland»-Anfrage teilt die Gemeinde Vaduz mit, dass Wildcamper die Gemeindepolizei nur in Einzelfälle beschäftigen würden. Nur beim Rheinpark Stadion seien immer wieder mal Camper anzutreffen. Die Infrastruktur biete ihnen eine WC-Anlage und Wasser. 
Parkieren Wohnmobile länger an Orten, die nicht dafür vorgesehen sind, würden sie an den Campingplatz Mittagsspitze verwiesen. «Auffälligkeiten können von der Bevölkerung an die Gemeindepolizei gemeldet werden», so die Gemeinde Vaduz. 

Verschiedene Plattformen – unterschiedliche Qualität
Die Camper sind untereinander gut vernetzt. Auf verschiedenen Internetplattformen oder auch auf Apps sind Tipps zu Abstellplätzen zu finden. Meistens mit den genauen Koordinaten, Informationen zur Infrastruktur, Bilder und Bewertungen. 
Auf der Internetseite meinwomo.net sind beispielsweise sieben Abstellplätze in Liechtenstein zu finden: Campingplatz Mittagsspitze, Gänglesee in Steg, Skiparkplatz Malbun, Parkplatz Rheinpark Stadion, ein Privatplatz im Täscherloch in Triesenberg, Parkplatz St. Katrinabrunna und Parkplatz bei der Kirche in Balzers. Der Gemeindepolizist Robert Vogt von Balzers bestätigt, dass bei den angegeben Plätzen vor allem zu Hauptreisezeiten immer wieder Camper anzutreffen sind. Gerade in der Coronazeit seien mehr als üblich unterwegs gewesen. 
Zum Problem seien sie allerdings bisher noch nicht geworden. «Wenn beispielsweise eine Beerdigung ist, dann kann es ungünstig sein. Doch die Camper lassen dann mit sich reden und verlassen den Parkplatz», sagt er. Beim Parkplatz am Ellhorn müsse er allerdings fast immer intervenieren, da die Camper trotz Feuerverbot immer wieder Feuer machen. Deshalb habe er immer einen Eimer Wasser dabei, wenn er dort auf Kontrollgang gehe. Der Platz ist auf der App «park4night» zu finden – von einem Feuerverbot steht aber nichts. Ein Liechtensteiner Camper bestätigt, dass diese Plattform ein Negativ-Beispiel ist und die Angaben zu wenig überprüft werden. «Es ist schon wichtig, dass die Angaben stimmen. Ansonsten kann es unserem Ruf schaden», so der Camper. (manu)

11. Jul 2020 / 18:20
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