• Fist fight on sports match!
    Bei einem 4. Ligaspiel kam es zwischen den Spielern zu einer wüsten Schlägerei.  (skynesher)

Schlägerei und Fluchtversuch: Tumult im Sportpark

Bei einem 4.-Liga-Spiel schlugen die Gäste des AS Scintilla drei Unterländer spitalreif und wollten danach fliehen.

Bis zur 82. Minute war es ein intensives, aber normales Fussballspiel im Sportpark Eschen/Mauren. Die dritte Mannschaft des USV empfing am Freitagabend den Tabellennachbarn, die AS Scintilla aus Arbon. Nachdem die Gäste aus der Ostschweiz in der ersten Hälfte mit zwei Toren in Führung gingen, schienen sie sich der Sache zu sicher zu sein. In der 82. Minute gelang es dem USV, nach einen Eckball auf 1:2 zu verkürzen. Es wäre alles bereit für eine spannende Schlussphase, doch manchem beim AS Scintilla drehten die Sicherungen durch. Es folgte, was mehrere Augenzeugen als «kriegsähnliche Zustände» und «massive Gewaltbereitschaft» bezeichnen.

Direkt nach dem Anschlusstreffer habe man seitens des USV versucht, den Ball aus dem Netz zu fischen, um möglichst keine Zeit zu verlieren. Der Torhüter des AS Scintilla dagegen versuchte Zeit herauszuschinden, es folgte eine kurze Rangelei. Das ist in solchen Spielsituationen nichts Aussergewöhnliches und lässt sich jedes Wochenende bis in die höchsten Ligen beobachten.

Nach der Schlägerei wollten die Arboner fliehen

In dieser harmlosen Rangelei verlor ein Spieler des AS Scintilla dann aber komplett die Nerven und setzte zum unvermittelten Faustschlag ins Gesicht des USV-Spielers an. Nachdem dieser zu Boden ging, fielen alle Hemmungen. Aus der Rangelei entwickelte sich in Sekundenschnelle eine Schlägerei, bei welcher unter anderem drei Spieler auf einen am Boden liegenden Unterländer eintraten. Bei einem anderen Spieler versuchten die Gäste aus Arbon, mittels Knieschlägen gegen den Kopf des Opfers ihre Aggressionen loszuwerden. Auch Zuschauer hätten sich mitgemischt. Der Schiedsrichter verteilte noch zwei rote Karten und brach das Spiel dann ganz ab. Wie ein langjähriger Spieler gegenüber dem «Vaterland» erklärt, habe er so etwas in über zwanzig Jahren noch nie erlebt. «Es war abartig.» Die ganzen Tumulte dauerten rund eine Viertelstunde lang.

Erst nachdem die Ostschweizer Kenntnis davon bekamen, dass die Polizei gerufen wurde, hätten sie den Heimweg antreten wollen. Dann konnte es aber offenbar nicht schnell genug gehen. «Sie rannten zu den Autos und wollten fliehen», erklärt ein anderer Augenzeuge. «Glücklicherweise kam die Polizei im genau richtigen Moment und konnte alle abfangen.» Die anschliessenden Befragungen haben dann bis um Mitternacht gedauert.

Der Fall liegt nun bei den Strafverfolgungsbehörden

Die traurige Bilanz: Drei Spieler des USV mussten ins Spital, einer musste aufgrund innerer Blutungen sogar über Nacht bleiben. Ein anderer erlitt schwere Prellungen im Gesicht.

Wie ein USV-Funktionär gestern auf Anfrage erklärte, werde man nun eine Stellungnahmen an den Ostschweizer Fussballverband (OFV) schreiben. Dieser wird dann aufgrund der Stellungnahmen sowie des Berichts des Schiedsrichters entscheiden, ob und in welchem Mass die Mannschaft des AS Scintilla sowie die einzelnen Spieler gebüsst werden. Da es sich gleichzeitig um ein Offizialdelikt handelt, werden die  liechtensteinischen Strafverfolgungsbehörden von Amtes wegen den Fall ebenfalls weiter untersuchen.

Die Gäste sind übrigens kein unbeschriebens Blatt: Keine andere Mannschaft sammeltein der ersten Saisonhälfte so viele Strafpunkte wie der AS Scintilla. Der Verein besteht nur aus einer Mannschaft und hat im übrigen nichts mit dem FC Arbon 05 zu tun, welcher in der zweiten Liga spielt. Leider war gestern niemand vom AS Scintilla für eine Stellungnahme erreichbar.  (ags)

28. Okt 2019 / 06:00
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Boykottieren
Man sollte Fussball boykottieren. Mittlerweile ist die Sportart und das Drumherum völlig verblödet. Transferzahlungen in geradezu perversen Höhen, Schwanensee auf dem Platz, dass man mit Fremdschämen gar nicht mehr fertig wird und Gewalt nicht nur bei den Fans sondern offenbar auch noch auf dem Platz, Korruption bei der Fifa und und und. Wichtig ist aber nur, dass die Frisürchen und die Tattoos schön sitzen.

Hoffentlich trifft diese Scintilla-Primitivlinge die volle Härte. Wird aber kaum so sein, denn sie haben sich ja schon davor daneben benommen und können offenbar ganz einfach weitermachen. Wie gehabt bei König Fussball...
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 28.10.2019 Antworten Melden

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
09. Dezember 2019 / 14:56
09. Dezember 2019 / 10:14
Meistkommentiert
29. November 2019 / 13:35
27. November 2019 / 21:19
Aktuell
09. Dezember 2019 / 15:52
09. Dezember 2019 / 15:46
09. Dezember 2019 / 15:36
09. Dezember 2019 / 15:12
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
DORNRÖSCHEN
Zu gewinnen 3 x 2 Karten zur Show "Dornröschen", am Sonntag, 12. Januar 2020, 17 Uhr im SAL in Schaan
02.12.2019
Facebook
Top