• Weirather geniesst ihr neues Leben
    Tina Weirather und Stefan Büsser auf Sareis. Sie ist hochgewandert, er nahm die Bahn.

Weirather geniesst ihr neues Leben

Die Ex-Skirennfahrerin Tina Weirather plant für die berufliche Zukunft und lernte, ein Feierabendbier zu geniessen.

Im März machte sie Schluss. Die Planknerin Tina Weirather hatte sich für die meisten überraschend aus dem Profisport zurückgezogen. Damals meinte sie mit einer gehörigen Portion Humor: «Jetzt bin ich pensioniert.» Als «Profisport-Rentnerin» hat die 31-Jährige natürlich nun viel mehr Zeit als früher mit dem gedrängtem Trainings- und Wettkampfplan, und sie geniesst ihr neues Leben in vollen Zügen.

«Ja, es geht mir megagut. Vieles ist einfacher geworden und ich lerne neue Sachen kennen, wie zum Beispiel ein kühles Feierabendbier zu geniessen. So etwas gab’s früher nicht», lacht Weirather. Familienfeste, Geburtstagsfeiern – überall dort, wo sie früher absagen musste, kann sie nun auch dabei sein. Ganz normal wie alle anderen. 

Eine Million Reichweite mit Weirather-«Büssi»-Videos
Auf den sozialen Medien lässt der frühere Weltstar die Öffentlichkeit teilhaben an seinem Leben. Auf Instagram und auf Facebook folgen der Planknerin, die bis ins Teenageralter in Planken wohnte und nun in Vaduz zu Hause ist, jeweils über 200'000 Menschen aus aller Welt.

Sie durften mit dabei sein, als Tina Weirather vor Kurzem im Tessin die türkisfarbene Verzasca genoss, und sie werden wohl auch dabei sein, wenn die Liechtensteiner Olympiamedaillengewinnerin in nächster Zeit eine Reise nach Venedig unternimmt. «Ich war noch nie da und jetzt hat es weniger Touristen. Zu viele Menschen auf einmal mag ich nicht. Eine kurze Reise nach Venedig habe ich genauso vor wie einmal in der Pfälzerhütte zu übernachten.»

Zuletzt sorgte Weirather für lustige und unterhaltsame Videos und Fotos mit dem Schweizer Comedian Stefan Büsser. Der Zürcher besuchte Weirather eine Woche lang. Zusammen gingen sie wandern, machten Lama-Trekking, schauten sich Schloss Vaduz an und schlenderten durch Vaduz. Büsser oder «Büssi» ist bekannt für sein loses Mundwerk und Weirather musste sich in den Videos einige Sprüche anhören, konterte aber genauso schlagfertig und gezielt zurück. Innerhalb einer Woche erzielten die beiden Prominenten mit ihren Videos eine Reichweite von einer Million Menschen, was sicher auch den Tourismus-Verantwortlichen in Liechtenstein grosse Freude bereitet hat. 

Noch ist nicht sicher, ob vom Besuch von «Büssi» noch weitere Videos und Fotos fol­gen werden. Da gab es doch auch noch einige witzige Out­takes und ein Video aus früheren Zeiten, als der Comedian und die Ex-Skisportlerin zusammen auf den Skiern standen, dies wird immer wieder angesprochen. «Büssi» verbot Weirather, dieses Video zu veröffentlichen. «Ich weiss gar nicht, was er hat. Es gibt viel Peinlicheres von ihm auf dem Netz. Aber scheinbar schämt er sich», lacht Weirather.

Auf alle Fälle haben die Videos eingeschlagen wie eine Bombe. «Ich wurde noch nie auf etwas in den sozialen Medien derart angesprochen wie jetzt bei diesen Beiträgen. Das Feedback im Land war riesig.» 

weirather und büssi



«Stephanie Vogt ist wie eine Ballmaschine»
Sport betreibt Tina Weirather immer noch sehr viel. Als ehemalige Spitzensportlerin wäre es schädlich, hätte sie einen Stopp von 100 auf 0 gemacht. «Ich bin noch zweimal pro Woche beim Rotorteam im Training, dazu kommt Golf, Joggen, Wandern, Bike, Tennis. Alles, worauf ich gerade Lust habe. Früher war alles bis ins Detail durchgeplant. Mein Puls, meine Zeit – alles war genau fixiert. Heute kann ich nach Lust und Laune machen, was ich will und ich brauche den Sport, auch mental, damit es mir gutgeht.»

Beim Tennis ging’s zuletzt gegen die frühere Profispielerin Stephanie Vogt aus Balzers ran. «Wir sind früher im Winter oft zusammen Ski gefahren und im Sommer haben wir Tennis gespielt. Jetzt habe ich wieder mehr Zeit für so etwas.» Und wie war die ehemalige WTA-Spielerin Vogt mit Bestmarke 137 in der Weltrangliste drauf? «Sie spielt immer noch sehr stark. Ich hab einfach irgendwie den Ball auf die andere Seite gespielt. Steffi ist wie eine Ballmaschine. Egal, wo ich hinzielte, die Bälle kamen immer perfekt wieder zurück», lacht Weirather. 

Eine Ausbildung bei der LGT begonnen
Tina Weirather, die in Planken aufgewachsen ist und wegen Verwandten noch immer sehr oft und gern dort ist, kann natürlich nun als Ski-Rentnerin nicht nur das Leben geniessen. Auch beruflich geht es für die Botschafterin Liechtensteins weiter. Auch als Botschafterin der LGT AG. «Ich habe zwei Semester Wirtschaft studiert und mich schon immer für Investments interessiert. Derzeit mache ich bei der LGT eine Ausbildung. Bis jetzt habe ich einfach das Logo der LGT bei meinen Rennen gezeigt, aber künftig kann ich als LGT-Botschafterin für nachhaltige Investments agieren. Es ist sehr spannend und ich freue mich drauf», so Weirather.

Auch sonst tut sich was bei ihr, die berufliche Zukunft betreffend. Genaueres kann und darf sie aber noch nicht sagen. Ungewiss ist auch, welchem nächsten Promi nach Stefan Büsser sie künftig das Land Liechtenstein zeigt. «Roger Federer wäre super, aber der will nicht», lacht Weirather, die ein bekennender Fan des Schweizer Tennis-Asses ist. (kop)

12. Jul 2020 / 20:42
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