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    Eine Impfung ist laut BAG die wirksamste Prävention gegen die Grippe.  (CHRISTIAN BEUTLER)

«Von Impfpflicht wird weiterhin abgesehen»

Coronavirus und Grippewelle zur selben Zeit sollten verhindert werden. Die Grippeimpfung spielt dabei eine wichtige Rolle. 

Wenn das Coronavirus und die Grippewelle im Herbst zusammenfallen, könnte es ein Problem geben. Denn ohne Vorbereitung würde dies, laut der Mitteilung der Regierung, zu einer Überlastung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen führen. Deshalb stand das Thema beim deutschsprachigen Gesundheitsministertreffen am vergangenen Mittwoch auf der Traktandenliste. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini nahm mittels Videokonferenz daran teil. Grippale Infekte, Influenza oder Covid-19 haben keine eindeutig unterscheidbare Symptomatik. Das Coronavirus wie auch die Influenza können im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Ein Unterschied besteht aber: Gegen die Influenza gibt es bereits heute einen effektiven Impfstoff. Und das ist gemäss dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) die wirksamste Prävention gegen die Grippe. Sie schützt nicht nur die Person selbst, sondern auch das Umfeld – und dabei vor allem jene Personen, die sich nicht impfen lassen können.

Durchimpfungsrate hierzulande niedrig
Die Durchimpfungsrate der Bevölkerung ist in Liechtenstein jedoch nicht hoch. Das ist aber auf der ganzen Welt der Fall. Bei der liechtensteinischen Gesundheitsbefragung im Jahr 2017 gaben lediglich 7,3 Prozent an, dass sie sich in den vergangenen zwölf Monaten gegen die Grippe geimpft hätten. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Eine Impfung empfiehlt sich vor allem bei Mitarbeitenden im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich. Hier wollen die Gesundheitsminister ansetzen und eine Influenza-Impfung forcieren. «Von einer Impfpflicht soll aber weiterhin abgesehen werden», betont das Ministerium auf Anfrage. Es sei aber wichtig, die Impfrate unter den Gesundheitsfachpersonen und Risikopersonen zu erhöhen. Zudem wollen sich die deutschsprachigen Länder verstärkt für Informations- und Aufklärungsarbeit bezüglich der Impfung einsetzen. In der Schweiz fordert der Tessiner Kantonsarzt eine 
flächendeckende Grippeimpfung. Der Bund unterstütze diese Strategie laut einem Bericht des SRF, Schweizer Radio und Fernsehen, und bemühe sich darum, genügend Grippe-impfstoff zu beschaffen. Eine flächendeckende Grippeimpfung wäre auch in Liechtenstein aus Sicht des öffentlichen Gesundheitswesens wünschenswert, so das Ministerium. Es merkt aber an, dass dies aus verschiedenen Gründen «unrealistisch» sei. Vor allem wegen der geringen Impfbereitschaft gegen Influenza. 

Impfstoffbestellungen frühzeitig auslösen
Auf die Frage, ob auch Liechtenstein in diesem Jahr bemüht ist, bis zum Herbst genügend Impfstoffe zu beschaffen, sagt das Ministerium: «Das Land hat in früheren Jahren keine Reservationen für Grippe-impfstoffe getätigt und plant dies auch für die Grippesaison 2020/2021 nicht.» Das Amt für Gesundheit habe aber die Apotheken und Ärzte sowie das Landesspital darauf hingewiesen, dass die Bestellungen frühzeitig ausgelöst werden müssen. (qus)

08. Jul 2020 / 21:40
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