• Tauschten ihre Argumente unter der Moderation von Martin Frommelt aus: Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch, FBP-Fraktionssprecher Daniel Oehry und die beiden Gegner, die DpL-Abgeordneten Erich Hasler und Herbert Elkuch.  (sdb)

Eigentlich ist niemand gegen die S-Bahn

Nach den zehn Informationsveranstaltungen in den Gemeinden trafen am Dienstag die Befürworter und Gegner des Projektes S-Bahn Liechtenstein aufeinander. Dabei zeigte sich, dass die Gegner sie einfach «jetzt» nicht wollen.

Wer sich von der gestrigen Podiumsdiskussion im Regierungsgebäude neue Argumente erwartete, wurde enttäuscht. Während einer Stunde brachten sowohl Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch und FBP-Fraktionssprecher Daniel Oehry als Befürworter wie auch die beiden DpL-Abgeordneten Herbert Elkuch und Erich Hasler die bereits mehrfach gehörten und gelesenen Punkte nochmals vor. Es gibt aber eine entscheidende Schnittmenge: Niemand ist gegen eine neue S-Bahn Liechtenstein und niemand betrachtet sie als Allheilmittel für die Lösung der Verkehrsproblematik in Liechtenstein. Für die Befürworter ist sie aber ein «erster wichtiger Schritt» bei der Umsetzung der zehn Leitprojekte im Mobilitätskonzept 2030. «Für Liechtenstein ist es eine Investition in die Region und die Zukunft», so Daniel Oehry. Die Möglichkeit für den Doppelspurausbau ergebe sich eben genau jetzt, da die ÖBB die Bahnstrecke aufgrund ihres Zustandes ohnehin erneuern müsse. «Und wenn wir diesen ersten Schritt nicht machen, dann werden wir den zweiten und dritten auch nicht machen», so Oehry.

Für die Gegner des Projektes ist dieser erste Schritt aber die «falsche Priorisierung». Man müsse zunächst an anderen Punkten ansetzen, um das Verkehrsproblem zu lösen. Dies sei primär die Strassenkapazität. «Ich glaube nicht daran, dass wir diese noch realisieren, wenn die S-Bahn erst einmal erneuert ist», so Herbert Elkuch. Es gebe seit Jahren zu viele Lobbyorganisationen, welche sich gegen Strassenbauprojekte wehren. Die Lösung ist für ihn einfach: Zuerst andere Verkehrsprojekte angehen und dann die S-Bahn. «D’ÖBB vertlauft üs ned», so ­Elkuch im Dialekt.

Risch: «Ich sage lieber ‹Ja, aber das andere auch›»
Einen generellen Nutzen sprachen dem S-Bahn-Projekt jedoch weder Elkuch noch Hasler ab. «Das Projekt mag einen Nutzen für die Pendler haben, aber nicht für die Liechtensteiner», so Erich Hasler. Dem entgegnete Wirtschaftsminister Daniel Risch: «Unsere Wirtschaft lebt von diesen Pendlern. Sie sind eminent wichtig für unser Land.» Und Daniel Oehry verwies darauf, dass täglich 22 000 Grenzgänger nach Liechtenstein zur Arbeit kommen. «13 000 davon arbeiten im Unterland und in Schaan», so Oehry. Und auch die Liechtensteiner würden von einer regional eingebunden Taktlösung profitieren, so Risch. Er teile die Meinung des Erbprinzen, so Daniel Risch. Sollte dieses Projekt abgelehnt werden, dann laufe man Gefahr, dass es im Verkehrsinfrastrukturbereich eine Blockade gebe. «Ich sage deshalb lieber ‹Ja, aber das andere auch›, anstatt ‹Nein, aber›», so der Regierungschef-Stellvertreter. Für ihn ist es deshalb keine Frage, dass auch die anderen Projekte im Mobilitätskonzept mit der gleichen Intensität angegangen werden. (sap)

07. Jul 2020 / 18:29
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5 KOMMENTARE
Vorgaben Erfinder, Virologen und sonstige Gewalten. Langsam ist es genug. F.. euch doch selbst ins...
Was für eine Aussage. Doch ich bin gegen die S-Bahn zusammen mt vielen mehr.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 08.07.2020 Antworten Melden
Die Medienwalze rollt gewaltig mit einem von der Regierung bezahlten Moderator
Daniel Oehry's permanente Angstmache von X Tausend zusätzlichen Grenzgängern nervt mehr und mehr. Wollen wir Grenzgänger in dieser Masse? Sind sie Steuerzahler in Liechtenstein? Sie sind aber aufjedenfall Sozialleistungs-Empfänger. Grundsatzfrage, Wachstum ohne Ende bis zum Ersticken, vorallem für Opportunisten und Wirtschaftsgewinnler auf Lasten der Gemeinschaft. Super Aussichten
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 08.07.2020 Antworten Melden
Daniel Oehry = gleich Hilti-Repräsentant?!
Schon klar. Oehry repräsentiert ja auch die Interessen der Hilti AG.
Deswegen finde ich, kommt Herbert Elkuch auch viel glaubwürdiger als alle Anderen rüber, da er die Sicht der Liechtensteiner und deren wirklichen Interessen vertritt und nicht irgendwelche Interessensgrüppchen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 08.07.2020 Antworten Melden

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