• Rathaus, Vaduz
    Die Gemeinde Vaduz geht davon aus, dass es nicht viele Anträge geben wird.  (Tatjana Schnalzger)

Gemeinden gehen nicht von vielen Anträgen aus

Notleidende Unternehmen werden nun von allen elf Gemeinden unterstützt.

Die Coronakrise stellt zahlreiche Unternehmen vor wirtschaftliche Herausforderungen. Und obwohl die Regierung Hilfspakete geschnürt hat, gibt es Unternehmen, die durch das «Raster»  fallen bzw. aufgrund ihrer speziellen Lage nicht oder nur ungenügend durch das Land unterstützt werden konnten bzw. können. Diesen Unternehmungen können sich nun an ihre jeweilige Gemeinde wenden, wo jeder einzelne Fall geprüft wird. Das hat die Vorsteherkonferenz beschlossen.

«Konkrete Zahlen können keine genannt werden»
«Wir sehen es als starkes Zeichen, wenn das Massnahmenpaket ergänzt mit der Einzelfallbetrachtung von Land und allen elf Gemeinden getragen wird», so Bürgermeister Manfred Bischof. Dies, nachdem davon ausgegangen werden könne, dass sich die Situation im internationalen Tourismus noch länger nicht normalisiere, sowie auch die Zurückhaltung der Einheimischen im Konsum andauern werde. In der Übergangsphase in den Normalbetrieb solle den Unternehmen dabei geholfen werden, die derzeitige Situation zu überstehen.

Die Unterstützungen bei den Einzelfallbetrachtungen werden sich dabei an den Leistungen des Landes orientieren. Wie viel die Gemeinden dafür budgetieren müssen bzw. wie viele Beiträge eingereicht werden, ist gemäss Bischof schwierig einzuschätzen. «Wir gehen im Grundsatz nicht davon aus, dass es sehr viele Anträge geben wird. Dies deshalb, da mit den von der Regierung gesetzten Massnahmen sehr viele Unternehmungen unterstützt worden sind resp. weiterhin unterstützt werden. Ziel ist es, denjenigen Unternehmungen zu helfen, welche durch das ‹Raster› gefallen sind und hier gehen wir von einer eher geringeren Anzahl aus.»

Wer kann sich helfen lassen und was ist zu tun?
Einen Antrag bei seiner Gemeinde einreichen kann, wer einen Nachweis über die Beantragung sämtlicher Hilfen des Landes erbringt. Ausserdem müssen die Jahresrechnung und andere Dokumente vorgelegt werden, die belegen, dass ein Weiterbestand durch die Unterstützung der Gemeinde möglich ist. Ebenfalls muss nachgewiesen werden, dass nach der Normalisierung der Lage ein Weiterbestand ohne Zuschüsse möglich ist. Die Anträge sind zusammen mit den Jahresrechnungen sowie den Rückmeldungen des Landes bei der jeweiligen Gemeindevorstehung einzureichen. Daraufhin erfolgt ein persönliches Gespräch mit dem Antragssteller. (dv)

26. Jun 2020 / 21:51
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