• Altes Kino Vaduz
    Noch fehlt es im Alten Kino an der Resonanz. (Bild: pd)  (Daniel Schwendener)

Altes Kino Vaduz erweitert sein Programm

Neu werden in Vaduz Kinder-/Jugendfilme und Dokus gezeigt. Noch fehlt die Resonanz.

Nachdem der Spielplan im Alten Kino Vaduz in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung nur aus der einheimischen Produktion «Fürstliche Momente» bestanden hatte, hat der Verein Altes Kino e.V. sein Programmschema nun diversifiziert. Am zurückliegenden Wochenende flimmerten mit dem Kinderfilm «Mina und die Traumzauberer» sowie der Dokumentation «Honeyland» erstmals noch zwei andere Produktionen über die LED-Wand. «Die Verleiher haben uns die Filme relativ schnell zukommen lassen. Wir mussten nicht so lange warten wie gedacht», berichtet Geschäftsführer Peter Ospelt. Deshalb sie die Programmerweiterung auch relativ kurzfristig erfolgt.

Noch sehr viel Luft nach oben

Womöglich etwas zu kurzfristig, denn Besucher fanden sich zu den insgesamt drei terminierten Vorstellungen nur vereinzelt ein, wie Ospelt sagt. Die Samstagabendvorstellung von «Honeyland» habe er sogar ganz ausfallen lassen müssen. «Es war schlichtweg niemand da.»  Schon die Resonanz für die «Fürstlichen Momente» war nach einer mehrheitlich positiv verlaufenen Eröffnungsphase in der dritten Woche spürbar zurückgegangen – vor allem, weil die Touristen als wichtige Zielgruppe derzeit wegfallen. «Wirklich zufriedenstellend ist der Normalbetrieb noch nicht», hatte Ospelt erst vor gut einer Woche konstatiert. Dass nun auch die Erweiterung der Programminhalte (noch) nicht die erhoffte Wirkung erzielt, trägt verständlicherweise nichts zur Stimmungsaufhellung bei. «Klar sind wir ein wenig enttäuscht», räumt der Geschäftsführer ein. «Wir haben uns schon etwas mehr erwartet.» Mitunter, so Ospelt, habe der Umstand eine Rolle gespielt, dass gerade «Honeyland» mittlerweile nicht mehr ganz neu und dem interessierten Publikum deshalb schon bekannt sei. Aber auch die fehlende Bekanntheit des novellierten Angebots ist für ihn ein möglicher – und wohl auch berechtigter – Erklärungsansatz.

Entsprechend stand an der gestrigen Sitzung des Vereins auch das Thema Werbung auf der Traktandenliste. «Wir werden diese Bemühungen si-
cher intensivieren», so Ospelt. Schnellschüsse bei der Programmplanung sind dagegen nicht zu erwarten. Den Monat Juli werde man in der angedachten Form durchziehen und dabei beobachten, wie sich die Besucherzahlen entwickelten, so der Geschäftsführer. Bedeutet: Neben den täglichen Vorführungen der «Fürstlichen Momente» werden mittwochs, samstags, sonntags und montags weiterhin auch Filme aus den Sparten Kinder/Jugend oder Dokumentation zu sehen sein. Den Anfang macht morgen um 16 Uhr neuerlich der Film «Mina und die Traumzauberer». Neu auf dem Spielplan stehen die Dokumentation «Crescendo» (Sa/So/Mo, 20/19/20 Uhr) sowie «Lino – 
ein voll verkatertes Abenteuer» (So, 16 Uhr). (bo)

29. Jun 2020 / 19:16
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