• AiL Stahl, Planken
    Das Einfamilienhaus in Planken besticht durch die geraden Linien und eine wunderschöne Aussicht.  (Tatjana Schnalzger)

Wohnen mit Aussicht

Nach einer langen und zum Teil intensiven Planungsphase haben Patrick und Bettina Stahl Nägel mit Köpfen gemacht und ihr Eigenheim in Planken erbaut. Entstanden ist ein moderner und gleichzeitig gemütlicher ­Wohnkubus. Die grossen Fensterfronten und die Terrasse lassen viel natürliches Licht ins Haus. Von drinnen ­haben die Bewohner eine atemberaubende Aussicht auf das Tal und das umliegende Bergmassiv.
Planken. 

 Herr und Frau Stahl, was war ­ausschlaggebend, dass Sie sich ­entschieden haben, ein Einfamilienhaus zu erbauen?
Bettina Stahl-Frick: Nach 10 Jahren in der gemeinsamen Wohnung entstand der Wunsch, etwas Eigenes zu ­haben.
Patrick Stahl: Und da meine Eltern hier einen Bauplatz hatten, haben wir uns entschieden, in Planken unser ­Eigenheim zu bauen. Wir haben lange überlegt, ob wir bauen sollen. Konkret wurde die ­Entscheidung vor rund vier Jahren. Ich habe lange gezögert, wieder nach ­Planken zurückzukehren und hier zu wohnen. Ich bin hier aufgewachsen, aber Planken liegt nicht so zentral wie Schaan. Wäre ich erst 25 Jahre alt, wäre es für mich wohl keine Option in Planken zu wohnen.
Bettina Stahl: Aber man wird älter und geniesst es zu Hause, trinkt den Wein gemütlich auf der Terrasse oder im Wohnzimmer. Und bei dieser Aussicht war es ganz bestimmt die richtige Entscheidung. 
Patrick Stahl: Ja, da hat meine Frau für einmal recht (lacht). Wir ­haben den ­Architekten gefragt, was auf dieser P­arzelle machbar wäre. So kam die ganze Geschichte ins Rollen. Wir konnten uns anfänglich
nicht ­richtig vorstellen, was am Hang hinter meinem Elternhaus überhaupt möglich ist.

Wo und wie haben Sie zuvor ­gewohnt?
Bettina Stahl: Zur Miete in einer 3,5 Zimmerwohnung in Schaan.

Wie war der Umzug von Schaan nach Planken?
Bettina Stahl: Das Zügeln war der reinste Horror. Ich fühlte mich kurz vor dem Einzug nirgendwo zu Hause, weder in ­unserem neuen Haus noch in der alten Wohnung.
Patrick Stahl: Mir erging es ähnlich – der Umzug musste rasch gehen, da wir die Wohnung gekündigt hatten und nicht ohne Dach über dem Kopf dastehen wollten. Es blieb auch in unserem neuen Heim etwas chaotisch. Anfangs hatten wir noch oft Handwerker im Haus für den letzten Schliff.

AiL Stahl, Planken

Von der Terrasse geniessen die Bewohner eine exklusive Aussicht auf das umliegende Bergmassiv.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Haus?
Bettina Stahl: Die Aussicht in unserem Wohnzimmer und auf der Terrasse ist unbezahlbar.
Patrick Stahl: Neben der Aussicht gefällt mir die Architektur des Hauses. Sie ist einerseits sehr modern und andererseits sehr gemütlich. Der Kontrast zwischen Holzboden und dem beige ­lasierten Sichtbeton sorgt für viel Gemütlichkeit im Haus.
Bettina Stahl: Die Nischenwand im Wohnzimmer ist ein ­Hingucker. Sie ist sehr schön geworden und sorgt am Abend für eine schöne Atmosphäre im Wohnzimmer.
Patrick Stahl: Das Holz in den Nischen gibt der Betonwand auch einen warmen Touch. Bettina hat natürlich Freude an der Nischenwand, weil sie dort ihre Leidenschaft an Dekorationen ausleben kann. 
Bettina Stahl: Ja, ein bisschen Platz für Deko war für mich ein Muss (lacht).
Wo halten Sie sich im Haus am liebsten auf, und warum?
Bettina Stahl: Ich fühle mich natürlich im ganzen Haus wohl. Aber schöne Ruheoasen sind für mich die Eck-Badewanne, die Couch im Wohnzimmer und im Sommer natürlich die Terrasse.
Patrick Stahl: Mein Lieblingsplatz ist die Terrasse. Durch die Glasfront hat man eine unbeschränkte Aussicht ins Tal und kann die Sonne bis spätabends geniessen. Generell ­leben wir hier viel bewusster und verbringen mehr Zeit gemeinsam am Esstisch oder eben auf der Terrasse.

Mit welchen Vorgaben sind Sie zum ­Architekten gegangen?
Patrick Stahl: Wir hatten keine konkreten Vorgaben. Wir kennen unseren Architekten, Martin Erhart, von früher und führten schon vor der Planungsphase viele Gespräche über das Bauen mit ihm. Wir haben ihn mehrmals in unsere Wohnung eingeladen auf «eine kalte Pizza und warmes Bier» (lacht).

AiL Stahl, Planken

Die Küche mit Essbereich ist gemütlich eingerichtet. Die Fenster lassen viel natürliches Licht ins Haus.

Wie lief die Zusammenarbeit mit dem ­Architekten?
Patrick Stahl: Die Zusammenarbeit verlief sehr gut. Der Architekt hat sehr gut zu uns ­gepasst und durch die vielen und intensiven Vorgespräche mit ihm war für uns schon vieles klar. ­Einige Details waren immer wieder Thema, bis für uns am Ende alles gepasst hat.

Sieht das Haus so aus, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Patrick Stahl: Ja. Trotz vieler Vorgespräche hatte ich keine wirkliche Vorstellung, wie das Haus einmal aussehen sollte. Als Laie fehlt einem oft das Vorstellungsvermögen für räumliche ­Dimensionen.
Bettina Stahl: Oh, ja! Ich konnte mir nicht richtig vorstellen, wie das Haus nach der Fertigstellung aussehen würde und hatte kein fixes Bild im Kopf. 

Welche Materialien waren Ihnen am Haus wichtig? Welche Materialien haben Sie ausgesucht und verbaut?
Patrick Stahl: Holz, fugenlose ­Böden und Wände in den ­Badezimmern ­sowie Platten auf der Terrasse. Die Wände zu ­verputzen wäre eine Option gewesen, aber wir haben uns auf das Experiment eingelassen, den Sichtbeton zu lasieren und sind nun froh, dass wir uns dazu entschieden haben.
Bettina Stahl: Grauer Sichtbeton kam für mich nicht in Frage. Auf diese beige Lasur war ich ­unglaublich gespannt und sie hat mich positiv überrascht. Je nach Tageslicht sieht man die Wand in anderen Farbtönen, was mir sehr gefällt.

AiL Stahl, Planken

Das Wohnzimmer wirkt gemütlich und modern dies auch dank der Lasur auf dem Sichtbeton.

Welches Heizsystem haben Sie gewählt?
Patrick Stahl: Eine Luftwärmepumpe. Schnell kam die Diskussion auf, ob wir uns eine ökologische Heizung vorstellen könnten. Wenn es den Aufwand rechtfertigt, wollten wir das auf jeden Fall haben. Daher war für uns sehr schnell klar, dass wir eine Luftwärme­pumpe oder eine ­Hackschnitzelheizung wollten. Wir entschieden uns für die Luftwärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage, die wir anstelle von Ziegeln auf dem Dach haben.
Bettina Stahl: Im Laufe der Planung ist aus unserem Haus ein ­Minergie-Haus entstanden.  

Auf welche Details haben Sie beim Innenausbau und der ­Einrichtung geschaut?
Bettina Stahl: Wir wollten es wohnlich und gleichzeitig praktisch haben. Die Küche ist in einem roten Beerenton gehalten, diese Farbe zaubert Frische ins Haus. Zudem wollte ich eine Kochinsel, so ist man zwar in der Küche und bereitet etwas vor, trotzdem kann man sich zu zweit oder mit den Besuchern im
Esszimmer ­unterhalten.
Patrick Stahl: Die grossen Fensterfronten waren uns wichtig. Sie bieten nicht nur einen unglaublichen Ausblick, sondern sorgen auch für viel natürliches Licht im Haus.

AiL Stahl, Planken

Die Küchenfronten in Himbeerfarbe verleihen der Küche einen modernen Touch.

Welche weiteren Elemente durften im Haus nicht fehlen?
Bettina Stahl: Wichtig war mir auch eine Speisekammer sowie Stauraum für Putzutensilien. Ausserdem gibt es unter der Treppe ­einen weiteren Stauraum. 

Mit welchen Elementen würden Sie Ihr Haus niemals einrichten bzw. ausstatten?
Patrick Stahl: Ich mag klare und gradlinige Strukturen und keine verschnörkelten Materialien und Möbel.

Ein Aspekt, der Ihr Haus zu etwas Besonderem macht?
Bettina Stahl: Das Besondere ist, dass wir es gemeinsam mit dem Architekten grundlegend selbst kreiert haben. Die Kombination aus lasiertem Sichtbeton und dem karamellfarbenen Parkett machen das Haus sehr wohnlich und gemütlich und trotzdem modern. Und die Aussicht. Wir sind vor bald einem Jahr hier eingezogen, aber die Aussicht fasziniert mich täglich aufs Neue.

AiL Stahl, Planken

Das Badezimmer mit der grossen Badewanne ist die persönliche Wellnessoase der Hausbewohner.

Welche Ratschläge würden Sie zukünftigen Bauherren geben?
Bettina Stahl: Sich Zeit nehmen und Geduld haben. Es gibt während der Planungs- und Bauphase immer wieder Sachen, die nicht so klappen, wie man es gerne gehabt hätte.
Patrick Stahl: Ganz zentral ist, dass man mit dem Architekten ein gutes Einvernehmen hat und der Architekt genau weiss, was der Bauherr will und was nicht. Da können wir unserem ­Architekten ein Kränzchen winden für seine zahlreichen und konstruktiven Inputs.

Würden Sie heute etwas anders bauen und warum?
Bettina Stahl: Nein. Gar nicht. Ich wüsste bis jetzt nicht, was wir anders machen würden – ganz im Gegenteil. Das Haus gefällt uns sehr gut und wir würden es wieder so bauen.
Patrick Stahl: Da muss ich meiner Frau leider schon wieder recht geben (lacht). (lb)

09. Okt 2018 / 06:07
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