• Haus in Triesenberg
    Zu Besuch bei Felix und Livia Beck in Triesenberg.  (Daniel Schwendener)

Wohnen im Loft-stil

Eine Eigentumswohnung, die Felix und Livia Beck zuvor besassen, war für sie zu klein geworden. Als sich dem Ehepaar die Gelegenheit bot, Livias Elternhaus zu sanieren und renovieren, haben die beiden Nägel mit Köpfen gemacht. Entstanden ist ein geräumiges und lichtdurchflutetes Einfamilienhaus, das im Loft-Charakter daherkommt.
von Lars Beck. 

Herr und Frau Beck, aus welchem Grund haben Sie dieses Haus übernommen und umgebaut?
Livia Beck: Dies ist mein Elternhaus, hier bin ich aufgewachsen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, das bestehende Gebäude zu renovieren und zu sanieren.

Wollten Sie immer schon ein eigenes Haus?
Felix Beck: Ich hatte eine Eigentumswohnung, die ich vor über zehn Jahren gekauft hatte. Doch mit den Jahren wurde sie für uns zu klein. Ausserdem hat sich mit diesem Objekt die Möglichkeit ergeben, etwas Eigenes und Grösseres zu haben.
Livia Beck: Die Wohnung war auch traumhaft, mit einer wunderbaren Aussicht, aber dieses Haus stand plötzlich leer. Das Elternhaus vermieten, davon wollten wir absehen.

Mit welchen Vorgaben sind Sie zum Architekten gegangen?
Livia Beck:
Ich wollte freundliche und lichtdurchflutete Räume.
Felix Beck: Mit dem ersten Vorschlag, den uns unser Architekt Norman Lampert unterbreitet hat, waren wir schon recht zufrieden. Vielleicht wollten wir noch eine Wand anders stellen oder ein anderes kleines Detail hinzufügen, aber das Grundkonzept wurde so umgesetzt, wie er es geplant hat.

Wie sah das erste Grundkonzept aus?
Felix Beck: Im hinteren Bereich wollten wir die Schlafzimmer, die Küche und den Essbereich, im vorderen Bereich Richtung Süden und Südwesten und nebenan die Wohnfläche. Obwohl die Waschküche gleich hinter der Küche geplant war, wollten wir für die Waschküche einen separaten Raum in der Nähe unseres Badezimmers und Schlafzimmers, auch wenn wir dafür ein Zimmer opfern mussten.

Wie haben Sie den Architekten ausgesucht und wie ist die Zusammenarbeit mit dem Architekten gelaufen?
Felix Beck:
Der Architekt ist ein guter Freund von uns. Der ganze Prozess lief reibungslos.
Livia Beck: Er hat unseren Geschmack voll getroffen. Seine Vorschläge haben uns immer sofort angesprochen.

Sieht ihr Haus nun so aus, wie es Sie sich vorgestellt haben?
Beide:
Besser!

Welches Heizsystem haben Sie gewählt?
Felix Beck: Einen Holzofen. Man muss sich genau überlegen, ob man eine Heizung haben will, bei der man jeden Tag einheizen muss und ob man das auch will.
Livia Beck: Der Ofen ist sehr gemütlich, wenn das Feuer knistert. Die Wärme, die das Feuer abstrahlt, macht es noch gemütlicher und wohliger. Ich sitze oft auf meinem Sessel und betrachte das Feuer oder lese ein bisschen. Es ist so eine schöne und entspannende Wärme.

Warum haben Sie ein Heizsystem aus Holz gewählt?
Felix Beck: Ich habe dieses System bei einem meiner Kunden gesehen und wollte es auch haben. Es ist angenehm, mit Holz zu heizen und es ist das ganze Jahr über eine schöne Beschäftigung. Wir haben genügend Holz dafür und zudem bekommt man eine Förderung. Man macht es aber nicht aus Preisgründen, denn eine Ölheizung ist billiger. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass, wenn man im Winter in die Ferien geht, das Haus auskühlt, sobald der 2000-Liter-Speicher leer ist.
Livia Beck: Aber das ist für uns kein Problem. Im Winter sind wir immer zu Hause. Wir waren noch nie in den Skiferien und werden wohl auch nie gehen. In die Ferien fahren wir lieber im Sommer.

Welche Materialien waren Ihnen wichtig, ausser Holz?
Felix Beck: Ich bin zwar Schreiner, aber wir wollten es nicht übertreiben mit Holz. Deshalb waren wir bei den Wänden auch zurü­ckhaltend, was das Holz betrifft. Wir haben den Wald gegenüber und auch die Fassade ist aus Holz, darum wollten wir es im Haus innen schlicht und hell. Die Balken oben sind die alten Balken und diese gehören zum Charakter des Hauses.

Fotostrecke: Felix und Livia Beck
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Welche speziellen Features waren Ihnen im Innenausbau noch wichtig?
Livia Beck: Wir lieben es, zu kochen und daher ist für uns die Küche ein zentraler Ort im Haus. Sie sollte so gross sein, dass wir dort zusammen das Essen zubereiten können.
Felix Beck: Vom strategischen Ablauf her kommt man vom Lift direkt in den Keller und in die Speisekammer, welche direkt in die Küche führt. Auch, dass wir auf einem Stockwerk wohnen und alles haben, ist einfach genial. Die Terrasse war uns ebenfalls sehr wichtig.
Livia Beck: In der Waschküche haben wir mit etwas Farbe den sonst tristen Raum etwas aufgepeppt.

Gibt es weitere Dinge, auf die Sie Wert gelegt haben bei der Ausstattung?
Livia Beck: Wir wollten einen Lift. Denn als wir mit der Planung des Umbaus begonnen haben, hat meine Mutter noch gelebt. Und sie war auf den Rollstuhl angewiesen. Ich wollte sicherstellen, dass meine Mutter jederzeit und ohne Probleme zu uns ins Haus kommen konnte.
Felix Beck: Wir haben beim Essbereich ein riesiges Panoramafenster zum Wald, da fühlt man sich wie mitten im Wald. Bei den Fenstern in den Zimmern haben wir die Storen zwischen den Scheiben, die sind windgeschützt und können auch bei Sturm unten gelassen werden. Beim Schlafzimmerfenster ist es so, dass die Storen automatisch um 21 Uhr herunterfahren und um 5.30 Uhr, wenn der Wecker klingelt, fahren sie wieder hoch. Wir haben zwar kein Smart Home, aber die Storen und die Lüftung werden über das Smartphone gesteuert.

Gibt es Materialien, die Sie niemals in Ihrem Haus verbauen würden?
Livia Beck: Ich wüsste nicht, was ich nicht verbauen würde, aber ich bin da sowieso auf die Erfahrungen von Felix angewiesen.
Felix Beck: Ich wollte eigentlich keine Weiss­putzwände, aus technischen Gründen haben wir trotzdem Weissputzwände gemacht. Grundsätzlich gibt es nichts, bei dem ich Nein sagen würde. Wir haben im Schlafzimmer zum Beispiel auch Kunststofffenster, weil diese eine integrierte Lüftung haben.

Beim Faktor Wohlfühlen haben Sie die Messlatte ziemlich hoch angesetzt. War es Ihnen sehr wichtig, dass Sie eine besondere Wohlfühloase und Rückzugsoase in Ihrem Haus erhalten?
Livia Beck: Felix hat immer gesagt, «hier entsteht unser Bijou».
Felix Beck: Das stimmt. Nachdem ich den ersten Entwurf des Architekten gesehen habe, wusste ich, dass dieses Haus unser Bijou wird. Und das war uns auch wichtig, da wir sehr viel zu Hause sind.

Würden Sie an Ihrem Haus etwas anders gestalten im Nachhinein?
Felix Beck: Eigentlich nichts.
Livia Beck: Ein paar kleine Details gibt es immer, diese sind aber nicht nennenswert. Es ist alles so, wie wir es uns vorgestellt haben.

02. Apr 2019 / 05:00
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