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Wohnen auf kleinstem Raum

Seit einiger Zeit sind die sogenannten «Tiny Houses», die Minihäuser ein Trend, der immer öfter zur Sprache kommt. Sie ermöglichen Wohnen selbst auf kleinem Raum, ohne dass die Bewohner dabei Abstriche in punkto Ausstattung oder Komfort machen müssen – lediglich der Wohnraum ist kompakter.
Magazin. 

Ein Eigenheim ist der Wunsch vieler Menschen. Während einige dabei eine Wohnung im Kopf haben, sehnen sich andere eher nach einem Haus, umgeben von Grün. Ein Einfamilienhaus lässt sich nicht in allen Fällen umsetzen. Die damit verbundenen Kosten sind nicht unerheblich und ausserdem muss genügend Baugrund vorhanden sein, um das Projekt umsetzen zu können. In diesen Fällen kann ein Minihaus vielleicht eine Alternative sein. Ein Tiny House kann sich aber auch als Gästehaus im eigenen Garten oder als Feriendomizil an einem entfernten Ort eignen. 

Die Planung braucht Zeit, gebaut ist schnell
Wie bei jedem Bauprojekt gehen auch einem Minihaus die Planungsphase und die behördlichen Bewilligungen voraus. «Sobald der Plan jedoch steht, können wir ein Minihaus innerhalb von etwa drei Wochen fertigen. Dann ist es komplett ausgebaut und transportbereit», erklärt Christine Egger-Schöb von der Schöb AG in Gams. Bei der Inneneinrichtung und der Gestaltung sind die Bauherren flexibel, denn auch Tiny Houses können je nach Kundenwunsch individuell gebaut werden. Die kleinsten Minihäuser haben dabei eine Dimension von 6,5 auf 3 Meter, die grössten messen 16 mal 4,2 Meter. Ein zentrales Problem bei der Dimension des Hauses ist der Transport zum Wunschort, also die Logistik. Die Zufahrtsbedingungen und die Grösse der Fläche sind dabei entscheidend.

Individuell ausgestattet nach Kundenwunsch
Wie bei jedem anderen Haus sind die Bauherren bei der Gestaltung des Innenraums völlig frei. Die Sanitäranlagen, die Küche, die Bodenbeläge, die Fenster – alles kann vom Auftraggeber ausgesucht und bestimmt werden. So entsteht ein individuelles Haus, einfach etwas kleiner. Die Rahmenkonstruktion besteht dabei in der Regel aus Fichte oder Tanne. Ein Dämmmaterial aus Zellulose und Steinwolle sorgt dafür, dass das Gebäude vor wetterbedingten Immissionen geschützt ist. Durch dreifach verglaste Fenster werden die Bewohner zusätzlich vor Lärm geschützt. Bezüglich der Heizform haben auch hier die Kunden die freie Wahl. Pelletofen, Wärmepumpen, eine Gasheizung oder eine Fotovoltaikanlage lassen sich ohne Probleme in einem Minihaus realisieren. Im Unterschied zu einem «normalen» Haus wird hier jedoch eine deutlich geringere Heizleistung nötig und der Verbrauch ist geringer.

Für wen eignet sich ein Minihaus?
Wer keine sonderlich grosse Wohnfläche benötigt und sich auch auf einem etwas kleineren Raum mit allem Notwendigen zurechtfinden kann, für den ist ein Minihaus eine gute Alternative zu einem herkömmlichen Einfamilienhaus. Wer sich bei der Planung nicht ganz sicher ist, für welche Hausgrösse er sich entscheiden soll, hat mit einigen Vorbereitungen die Möglichkeit, das Haus nachträglich noch zu erweitern und den Wohnraum zu vergrössern. Ein weiterer kleiner Vorteil der Minihäuser ist, dass sie im Prinzip auch wieder demontiert und an einem neuen Ort aufgebaut werden können, da sie lediglich auf einem Streifenfundament oder Punktfundament zu stehen kommen. (lat)

Wir haben uns informiert bei Schöb AG in Gams.

12. Mai 2020 / 11:40
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