• Sonnenhof in Vaduz
    Neueröffnung Parkhotel Sonnenhof mit dem Restaurant Marée.  (Daniel Schwendener)

«Sanfte Renovierung im Sonnenhof-Stil»

Hubertus Real: «Es war für uns eine Investition in die Zukunft, vor allem auch wegen der Klimatisierung der Gästezimmer, und ist zugleich eine Aufwertung für das ganze Haus.»

Herr Real, aus welchem Grund haben Sie das Restaurant Marée renovieren lassen?
Hubertus Real: Ausschlaggebend war, dass ich dringendst alle Zimmer klimatisieren musste. Dies aus dem einfachen Grund, dass die Temperaturen im Sommer hierzulande sehr stark ansteigen und sich die Gäste bei unserem Klima im Haus nicht mehr wohlfühlten. Da Klimaanlagen bei uns verboten sind, habe ich anhand eines Contractings umweltfreundliche Luftwasserwärmepumpen mit einer komplett neuen Leitungslegung durch das ganze Hotel installieren lassen. Im Winter wird darüber geheizt und im Sommer gekühlt.
Weil diese Arbeiten ohnehin mindestens vier Wochen in Anspruch nehmen würden, habe ich mich entschlossen, gleich auch das Restaurant, den Eingang und die Bar zu erneuern und zu modernisieren.

Welche Arbeiten wurden bei der Sanierung ausgeführt?
Wir haben hinter den Kulissen die Heizung komplett saniert und eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Jedes Zimmer wurde mit einer Wasserkühlung ausgestattet. Im Restaurantbereich haben wir das Restaurant und die Bar komplett neu gestaltet.

Wie haben Sie die Umbauarbeiten empfunden?
Die Umbauarbeiten waren nervlich schon sehr beanspruchend und haben mir sehr viele schlaflose Nächte bereitet. Besorgt war ich vor allem, ob alles termingerecht ablaufen wird und ob wir die richtigen und passenden Materialien ausgesucht haben. Zum Glück hatte ich sehr gute Leute an meiner Seite, die den Bau sensationell geleitet haben. Designer und Innenarchitekt Günther Thöny hat seinen guten Geschmack eingebracht und die Bauleitung im Restaurant mit zwei von seinen engen Mitarbeitern, ausgeführt. Die Ospelt Haustechnik sowie die LKW zeichneten für die komplett erneuerte Heizung, die Lüftung und die Kühlung in allen Zimmern verantwortlich, welche sie ebenfalls mit einem bravourösen Team ausgeführt haben. Der Umbau selbst ist dann sehr gut vonstattengegangen.

Sie haben mit Günther Thöny eine renommierte Adresse in Liechtenstein gewählt. Wie ist die Zusammenarbeit zustande gekommen?
Mit Günther Thöny arbeiten wir schon etwa 10 Jahre zusammen. Sämtliche Renovationsarbeiten im Haus laufen seit diesem Zeitpunkt über ihn. Seien es die Hotelzimmer, die Rezeption, kosmetische Anpassungen oder auch jetzt das Restaurant. Über all die Jahre hinweg ist ein gegenseitiges Vertrauen entstanden. Er hat seinen Stil, ich habe meinen, und trotzdem finden wir uns immer. Auch wenn es ab und zu Meinungsverschiedenheiten in Sachen Design und Ausstattung gibt. Günther Thöny hat die Gabe, einen Raum perfekt in Szene zu setzen und diesen zu gestalten, zudem kann er auch zuhören und respektiert den Geschmack des Bauherrn. Ein ausschlaggebender Punkt für mich ist auch, dass er dafür immer die besten Materialien und Handwerksfirmen zur Hand hat. Für mich ist er ein Genie, welches seinesgleichen sucht.

Wie stark macht sich Ihre Handschrift in der Gestaltung des neuen Restaurants Marée bemerkbar?
Günther ist ein äusserst kreativer Architekt, welcher verständlicherweise auch gerne seine Linie und seinen Stil durchzieht. Wir aber sind eben der «Sonnenhof» und diesen Charakter wollte ich auf Biegen und Brechen beibehalten … Somit war das eine klare Vorgabe. Ich wollte weder ein normales Günther-Thöny-Lokal, noch wollte ich ein 0815-Abend-Restaurant! Braun- und Beigetöne, wie man sie jetzt überall sieht, waren für mich ein No-Go. Ich wollte helle und freundliche Räumlichkeiten, denn wenn draussen die Sonne scheint, will man nicht in einen dunklen Raum sitzen. Die Räume sind jetzt sogar noch viel heller, als sie zuvor einmal waren. Günther hat dies aber von Anfang an akzeptiert und mich in meinem Geschmack unterstützt. Er hat das Restaurant Marée zu dem gemacht, wie es sich jetzt präsentiert.

Mit welchen Vorgaben sind Sie auf den Inneneinrichter Günther Thöny zugegangen?
Hell und gemütlich müsste es sein, und es soll dem «Sonnenhof»-Stil treu bleiben. Es sollte einzigartig und keine Kopie eines anderen Restaurants werden.

Welche Materialien waren Ihnen wichtig? Materialisierung, Teppiche, Textilien, Möbel?
In erster Linie war es mir wichtig, dass hochwertige und gute Materialien verarbeitet werden. Die Möbel und Materialien müssen beständig sein, lange schön bleiben und halten. Wie bei den Stühlen. Man setzt sich hin und möchte gar nicht mehr aufstehen, weil sie so bequem sind. Ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass hochqualitative Umbauten und Renovierungen am meisten Freude bereiten. Das Restaurant ist nun durchgestylt und passt in sich zusammen.

Wie wird garantiert, dass die Stühle und Teppiche sauber bleiben?
Wir haben zuvor alles getestet, trotzdem musste alles rasch entschieden werden. Können wir helle Farben verwenden, auch wenn einmal gepatzt wird? Wir haben die Testmaterialien mit Wein, Kaffee, Rahm und mit Butter beansprucht, um zu sehen, ob sie sich restlos säubern lassen. Zum Teil ging es nicht mehr raus. Zum guten Glück gibt es aber eine Firma aus der Schweiz, welche Stoffe mit einer Nanolösung behandelt, damit Flüssigkeiten nicht mehr aufgenommen werden können. Wenn Wein ausgeleert wird, kann man ihn mit dafür vorgesehenen Tüchern und Putzmitteln nur auftupfen.

Welche neuen Features gibt es für die Gäste im Restaurant durch den Umbau, und auf welches Detail im neuen Restaurant sind Sie besonders stolz?
Ein grosses Anliegen war, einen neuen Standort für das Frühstücksbuffet zu finden. Dieses befand sich bis anhin beim Stiegenabgang und musste jeden Abend nach dem Service immer von Neuem aufgebaut werden. Das Frühstücksbuffet in die Bar zu integrieren, war Günther Thöny’s Idee und hat sich absolut bewährt. Hierfür wurde eine neue Wand geschaffen, welche am Abend eine schöne Lederrückwand darstellt und sich am nächsten Morgen per Knopfdruck in ein auffahrbares, gekühltes Frühstücksbuffet verwandelt. Ebenfalls wurde das ehemalige, farbig bemalte Wappenfenster zu einem neuen Panoramafenster und bringt nun viel mehr Licht ins Lokal. Mein persönliches Highlight im Restaurant ist sicherlich das authentisch gemalte Bild vom Steger Stausee mit unseren Bergen Naafkopf, Schwarzhorn und der Grauspitz. Das ist meine Welt, und ich als «Bergler» wollte dies einfach auch in unser neues Restaurant integrieren.

Ihr Fazit nach dem Umbau?
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten …«Ihr wart einfach spitze!»
Der gesamte Umbau ging über die Festtage – das ist auch nicht selbstverständlich – in einer einmaligen Rekordzeit von vier Wochen über die Bühne. Alles ist durch die akribisch genaue Planung und durch die fantastische Bauführung reibungslos abgelaufen und es kam zu keinen grossen Zwischenfällen. Es war für uns eine Investition in die Zukunft, vor allem auch wegen der Klimatisierung der Gästezimmer, und ist zugleich eine Aufwertung für das ganze Haus. (lb)

04. Apr 2019 / 10:30
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