• Proud gardener
    Das gute Wetter lädt jetzt dazu ein, den Garten zu bepflanzen und für den Sommer herzurichten.  (iStock)

Jetzt den Garten auf Vordermann bringen

Der Frühling lockt und die Temperaturen steigen. Das freut viele, denn bald kann der geliebte Garten wieder ausgiebig genutzt werden. Zuvor stehen jedoch einige Arbeiten im Garten an. Hier und da müssen Stauden und Sträucher zurückgeschnitten werden, im Gemüsebeet ist noch Platz für neue Pflanzen und auch der Kräutergarten kann langsam wieder in Betrieb genommen werden. Die Arbeit zahlt sich jedoch aus und in wenigen Tagen ist der Garten frühlingsfit und erstrahlt nach den kühleren Monaten wieder in neuem Grün.
Magazin. 

Seit mehreren Wochen beschäftigt die Menschen in der Region und auf der ganzen Welt besonders ein Thema: die Corona-Krise. Während einige ihrer Arbeit regulär nach­gehen können, arbeiten andere von zu Hause aus oder in Kurzarbeit. Unabhängig davon, zu welcher Gruppe jemand gehört, Garten­arbeit ist immer eine ideale Möglichkeit, einen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu schaffen und gleichzeitig die Zeit sinnvoll zu investieren. Schliesslich ist der eigene Garten in den warmen Monaten für viele wie ein zweites Zuhause. Hier verbringen die Familien Zeit, essen zu Mittag, spielen oder geniessen einfach nur die warmen Sonnenstrahlen und das gute Wetter.

Den Winter abschütteln und den Garten neu gestalten
Bevor es sich Frau und Herr Liechtensteiner in den Gärten gemütlich machen, müssen erst einmal die Überreste vom alten Jahr und vom Winter beseitigt werden. Sie rechen liegen gebliebenes Laub, Äste und anderen Unrat zusammen, damit der Rasen Luft bekommt und die Sonne das Wachstum des Grases fördern kann. Anschliessend wird der Rasen gemäht. Wenn sich an einem Ort Moos gebildet hat, kann dieses mit dem Vertikutierer entfernt werden. Zudem wird dabei der alte Rasenfilz entfernt. Durch das Aerifizieren wird der Rasen belüftet. An Stellen, an denen sich das Gras etwas gelichtet hat, säen die Hobby­gärtner nach, damit auch diese Flecken bald wieder ins Gesamtbild passen. 

Der Frühling eignet sich bestens dazu, mehrjährige winterharte Pflanzen zu setzen. Wer damit auch gleichzeitig etwas Farbe in seinen Garten bringen möchte, kann sich beispielsweise für Strauchrosen oder die Echinacea entscheiden, diese sind in Liechtenstein besonders beliebt. Aber auch Obstbäume können nun gepflanzt und Beerensträucher gesetzt werden. «Nach wie vor ist einer der beliebtesten Obstbäume der Apfelbaum. Seine Blüten erfreuen die Bewohner im Frühling und die Äpfel schmecken direkt vom Baum einfach immer noch am besten», weiss Gartenprofi Petra Jehle. 

Der Standort ist entscheidend
Nicht jede Pflanze fühlt sich an jedem Standort wohl. Wer etwas Neues einpflanzt, sollte sich vorab informieren, ob der Standort für diese Art geeignet ist. Einige Stellen im Garten sind vielleicht etwas heller, andere liegen öfter im Schatten. Das hat direkten Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen. Wer eine eher schattige Stelle in neuen Farben erstrahlen lassen will, kann sich beispielsweise für ein Hosta oder Herzblattlilie entscheiden. Diese gehören zu den Agavengewächsen und blühen in Farben von Schneeweiss bis hin zu einem starken Violett. Eine Alternative dazu ist beispielsweise Ilex, die Europäische Stechpalme. Sie ist eine wunderschöne Zierpflanze mit weissen Blüten und roten Früchten im Herbst, die jedoch leicht giftig sind. Nicht zuletzt sind auch Schaumblüten, die Tiarella, ideal für eher schattige Stellen. 

Für sonnige Standorte hingegen ist der Geissklee, auch Cytisus, eine gute Wahl. Seine gelben Blüten lassen den Garten freundlich und lebendig erscheinen. Gartenbesitzer, die etwas Grösseres suchen, entscheiden sich womöglich für einen Maulbeerbaum. Er spendet im Sommer Schatten und zudem sind seine Früchte essbar. Für ein wunderschönes Violett und einen angenehmen Duft sorgt der Lavendel. Als winterharte Pflanze überdauert er die kalten Monate und kann damit die Gartenbesitzer auch über mehrere Jahre erfreuen. Besonders beliebt sind in Liechtenstein pflegeleichte, immergrüne Pflanzen, dazu zählen beispielsweise die portugiesische Lorbeerkirsche oder die Eibe. 

Ein Plätschern sorgt für eine gelassene Stimmung
Wasser vermittelt Ruhe und Gelassenheit. Wer seinen Garten nicht nur optisch, sondern auch akustisch etwas aufwerten möchte, kann mit einem kleinen Brunnen die grüne Oase verschönern. Wenn etwas mehr Platz besteht, ist ein Teich ebenfalls eine geeignete Lösung. Dieser bietet zudem Lebensraum für unzählige Insekten und Kleintiere und verleiht der Luft im Sommer etwas Feuchtigkeit. Durch eine Sitzmöglichkeit in der Nähe können die Bewohner auch von der Idylle profitieren und die Nachmittage in einem gemütlichen Umfeld geniessen. Wenn der Garten nicht nur eine Zuflucht für ruhige Momente ist, sondern auch ein Treffpunkt für die Familie und Freunde sein soll, kann ein Grill oder eine Feuerschale das Zentrum der Anwesenden sein. Feinste Grillspiesse, leckere Würste, geröstetes Gemüse und leicht gebräuntes Brot lassen sich hier ideal zubereiten und machen aus dem Garten einen Ort für Feinschmecker.

Fokus auf einheimische Pflanzen
Bei der grossen Auswahl an unterschiedlichen Pflanzen für den Garten greifen leider immer noch einige zu sogenannten Neophyten. Also zu Pflanzen, die hier geografisch nicht beheimatet sind. Das kann aus mehreren Gründen problematisch sein. Denn sie beeinflussen die heimische Tierwelt und verdrängen die einheimischen Pflanzen. «Wir und viele andere Gärtner und Landschaftsgestalter verzichten auf Neophyten. Schliesslich ist die heimische Pflanzenwelt vielfältig genug und für jede Situation, jeden Standort und jede Vorliebe lassen sich auch heimische Pflanzen verwenden», erklärt Petra Jehle. Zu den Neophyten gehören unter anderem der Sommerflieder, die Goldrute, der Kirsch­lorbeer, der Essigbaum und die armenische Brombeere. Wer also den heimischen Tieren und Pflanzen einen Gefallen machen möchte, verzichtet darauf und setzt viel eher auf die breite Auswahl an Möglichkeiten, die einem hier geboten werden. (lat)

06. Apr 2020 / 13:55
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