• Female technician
    Mädchen wie auch Jungs können heute jeden Beruf erlernen und ausüben.  (iStock)

Berufe haben kein Geschlecht

Der Entscheid für einen Beruf sollte immer aufgrund von Interessen, Fähigkeiten und der eigenen Persönlichkeit, nicht aber aufgrund des Geschlechts fallen.
Vaduz. 

Diese Haltung vertritt die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung bereits seit längerem und auch in der Bevölkerung ist die Idee von geschlechtsneutralen ­Berufen mittlerweile sehr gut verankert und mehr als nur akzeptiert.
Bei einer im deutschsprachigen Raum üblichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden Minimum verbringen wir alle mindestens ein Drittel des Tages an unserem Arbeitsplatz. Umso wichtiger ist es, einer beruflichen Tätigkeit nachzu­gehen, die uns glücklich macht. Natürlich hat jeder Beruf seine Sonnen- und Schattenseiten, dennoch ist der berechtigte Anspruch da, dass der ausgeübte Beruf persönliche Erfüllung und damit Zufriedenheit bringt. Kurz gesagt: Das Positive soll überwiegen.
In der heutigen Arbeitswelt finden sich in den meisten Berufen Männer und Frauen in geschlechtsdurchmischten Teams. Ausnahmen bilden Berufe, in denen es Sinn macht, in einem bestimmten Kontext rein geschlechtshomogene Gruppen einzusetzen. Dies ist ­jedoch vielmehr eine Ausnahme als die Regel, denn das Bild von den sogenannten reinen «Männer-» oder «Frauenberufen» ist längst überholt. 
Auch in der ersten Berufswahl entscheidet sich ein Ausbildungsbetrieb für eine/n Lernende/n aufgrund der vorhandenen Fähigkeiten, der mitgebrachten Motivation und damit ihrer/seiner Eignung für den angestrebten ­Beruf – völlig unabhängig vom Geschlecht des/der Bewerbers/in. 
Einige Berufsverbände bemühen sich sogar aktiv darum, bestehende geschlechtsbezogene Klischees zu beseitigen, indem bewusst beide Geschlechter angeworben und Informationsunterlagen geschlechtsneutral gestaltet oder Portraits von Lernenden beider Geschlechter aufgezeigt werden.
Ein Grund für diesen Wandel ist einerseits der technische Fortschritt, welcher bestimmte Abläufe vereinfacht und damit Arbeiten körperlich weniger anspruchsvoll und somit einerseits gesundheitsschonender und andererseits auch für beide Geschlechter gleichermassen zugänglich macht. Aber auch das Bewusstsein darum, dass die Unterschiede zwischen Mann und Frau vor allem im Kopf bestehen und weniger in der Fähigkeit bestimmte Tätigkeiten auszuführen, trägt dazu bei, dass Berufe keinen Geschlechterklischees mehr unterliegen. 
In Zukunft gilt es zu beobachten, welche Chancen sich aus diesen Entwicklungen ergeben. Grundsätzlich geht es bei der ersten Berufswahl aber vor allem um eines: jenen Beruf zu finden, für den das eigene Herz schlägt und der einen glücklich macht – ob als Mann oder Frau. (pd)

11. Sep 2017 / 16:30
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