•  (Close up)

Ein Haus mit Panoramasicht inmitten der Natur

Die Casa Veranda trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Eine Veranda, fast ebenso gross wie der Innenraum, windet sich um das Haus und lädt zum Verweilen ein. Denn dass man in so einer Lage wahrscheinlich mehr Zeit draussen verbringt, ist fast schon eine Grundvoraussetzung. Das Haus steht am Hang in Olgiasca, einem Ortsteil der Gemeinde Colico, die sich auf der nördlichen Halbinsel des Comer Sees befindet.

Besondere Auflagen der Gemeinde verbieten einen Neubau – für manch einen ein Hindernis, für das Projekt die Wahrung und Verwandlung eines Schmuckstücks. So wurden Schritt für Schritt der Bestand analysiert, neu strukturiert und ein neues Wohnkonzept mit Orientierung zum See in die bestehenden Mauern gesetzt. Eine erste Massnahme war die Vergrösserung des Hauses in den Berg. Dadurch werden die Umrisse nicht verändert, aber trotzdem mehr Fläche geschaffen, um beispielsweise im Keller eine zweite vollwertige Wohnung einzuplanen. Mit Zukunftsgedanken im Hinterkopf und um Platz zu sparen, planten die Architekten anstelle eines Treppenhauses einen Lift ein zur vertikalen Erschliessung des Innenraums. Das Wohnen findet auf zwei Etagen statt, welche nach Bedarf voneinander separiert werden können und zugleich einen ungestörten Zugang zu gemeinschaftlichen Räumen wie dem Weinkeller zulässt. Generell wohnt man nach vorne zum See, während die Schlaf- und Badezimmer im hinteren, ruhigeren Teil des Hauses liegen. 

Gleichbedeutend mit dem Innenraum ist bei der Casa Veranda der Bezug nach aussen. Durch den traumhaften Ausblick auf den See, der sich bis an den Horizont erstreckt, wird hier die Natur zum Mittelpunkt. Ein filigranes Verandagerüst aus gestocktem Beton, das aus dem Bestand wächst, ummantelt das alte Gebäude und bildet die privaten Aussenräume der Casa Veranda. Diese bieten genug Platz, um das Panorama und die südliche Atmosphäre in vollen Zügen geniessen zu können. 

Eine Treppe im Aussenbereich führt zwischen dem Badehaus und der Westfassade zur Sonnenterrasse und dem Pool an der Grundstücksmauer, welcher in der Aussicht einen nahezu zärtlichen Dialog mit dem See führt. So setzte man bewusst schwarze Platten im Pool ein, um eine Ähnlichkeit zur Oberfläche des Comer Sees zu erhalten. Der Infinity Pool soll als Erweiterung des Sees gesehen werden und eine sichtbare Verbindung zur Aussicht darstellen. Eine bewusst aus Glas gewählte Absperrung zum Hang steht der Sicht keinesfalls im Weg. Damit gelingt es, auch den privaten Gartenraum des Hauses in die unendliche Weite des Panoramas zu integrieren und die Grundstücksgrenzen komplett auszublenden. (pd)

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05. Sep 2017 / 05:59
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