• Rettungsdienst Vaduz
    An einer Übungspuppe zeigt mir Gianna, wie die Erstversorgung genau abläuft.  (Tatjana Schnalzger)

Andreas packt mit an beim Rettungsdienst

Kaum ein Beruf bedeutet mehr Action – mit Blaulicht und Sirene über den Asphalt düsen und Menschen das Leben retten. Die Arbeit als Rettungssanitäter ist aber viel mehr – es ist ein knochenharter Job mit langen Einsatzzeiten und viel Verantwortung. Und das durfte ich mir einmal genauer anschauen.

Die Zentrale des Rettungsdienstes des Liechtensteinischen Roten Kreuz befindet sich in Vaduz auf dem Gelände des Landesspital – Sandro Eberle, Ausbildungsverantwortlicher, Rettungssanitäter und dipl. Rettungssanitäter HF, empfängt mich kurz vor 9 Uhr am Eingang. Der Rettungsdienst arbeitet in unterschiedlichen Schichten. Ein Team hat eine 24-Stunden-Schicht, ein zweites ist von 8.30 Uhr bis 16 Uhr im Einsatz – so können die Spitzenzeiten besser abgedeckt und Verlegungstransporte besser geplant werden. Nachdem ich eine angemessene Kleidung bekommen habe, stellt mir Sandro Gianna Slongo, Rettungssanitäterin in Ausbildung, vor. Die beiden werden mir einen Einblick in ihre Arbeit geben. 

Die Schicht beginnt
Wer seine Schicht beim Rettungsdienst beginnt, überprüft zuerst den Rettungswagen auf seine Vollständigkeit. «Wenn ein Team etwas verbraucht, wird es natürlich gleich ersetzt. Aber wer im Dienst ist, ist für die Vollständigkeit verantwortlich und deswegen überprüfen wir alles noch einmal», erklärt mir Sandro. Der Rettungswagen beinhaltet die gesamte Ausrüstung, die die Rettungssanitäter benötigen. «Das Wichtigste ist unsere Einsatztasche», ergänzt Gianna. Darin sind Medikamente, Verbandsmaterial und alle Utensilien, die für eine Erstversorgung notwendig sind. «Unter den vielen Hilfsmitteln ist die Zuckerlösung eines der eindrücklichsten. Es gibt Situationen, in denen eine Person kaum ansprechbar ist, aber sobald wir die Lösung verabreichen, geht es ihr sofort besser», meint Sandro. 

 


Die Ausbildung zum Rettungssanitäter dauert drei Jahre und ist berufsbegleitend und sehr intensiv. Dabei lernen die Anwärter alle Handgriffe und Techniken, auch die Dosierung von Medikamenten spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle. Jedoch sind bei der Verabreichung von Medikamenten viele Punkte zu beachten. Das Gewicht, das Alter und der Zustand der Person spielen entscheidende Rollen – im Ernstfall müssen die Rettungssanitäter blitzschnell entscheiden. Als Hilfe haben sie Tabellen und Schemen zur Hand, in denen alle wichtigen Parameter aufgelistet sind. «Alles, was wir verabreichen, checken wir doppelt. Ein Rettungssanitäter bereitet die Medikamente vor und zeigt sie seinem Kollegen. Diese Kontroller stellt sicher, dass keine Fehler passieren», weiss Gianna. Der Rettungswagen beinhaltet noch viele weitere Geräte. Für jeden möglichen Fall sind die Rettungssanitäter bestens ausgerüstet. (lat)

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13. Nov 2017 / 17:08
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