• Der «Alpen-Gosling» Marco Kunz erzählt im Interview mit Lifestyle aus seinem Leben.  (pd)

Mein Ziel ist es mit meiner Musik zu berühren

Mit seinem ersten Album «Eifach so» erhielt Marco Kunz Gold, mit «Mundart Folk» schoss er direkt auf Platz 1 der Hitparade und auch mit seinem aktuellen Werk «No Hunger» schafft es der 31-jährige Luzerner auf den Thron der Album-Hitparade. Im Interview mit «Lifestyle» verrät der 31-jährige Mundartsänger, wie er zur Musik kam, was in inspiriert und wie er reagiert, wenn er auf die Ähnlichkeit mit Hollywood-Star Ryan Gosling angesprochen wird.
Vaduz. 

Ihr aktuelles Album heisst «No Hunger». Worauf haben Sie Hunger?
Auf das Leben – die Musik, die Konzerte und die Natur! Ich hoffe, es läuft weiterhin so gut, damit ich diesen Hunger stillen kann. Die Tour ist erfolgreich, über die Hälfte der Konzerte sind ausverkauft und ich geniesse die Zeit in vollen Zügen. Zudem hoffe ich, zwischendurch etwas Zeit für mich zu finden, um das zu tun, was ich neben der Musik am liebsten mache. 

Was ist das?
Raus in die Natur zu gehen. Das ist auch ein Hunger, der mich regelmässig plagt. Draussen unterwegs zu sein – beim Joggen oder Wandern – inspiriert mich. Besonders die Berge sind das, was ich liebe. Sie haben eine beruhigende Wirkung, bringen alles wieder ins Lot und geben mir viel Energie.

Kunz ist zwar noch Newcomer, hat aber schon eine grosse Fangemeinde.

Wie war Ihre Kindheit? 
Eine wie aus dem Bilderbuch. Ich bin in Mauensee gross geworden, einer Gemeinde in Luzern, die aus vier Dorfteilen besteht und 1000 Einwohner hat. Unser Weiler hatte aber gerade mal 400. Ich bin zwischen Seen, Wäldern und Hügeln, gut behütet, mit zwei älteren Schwestern aufgewachsen. Als jüngster Sohn war ich natürlich Mamas Liebling. 

Und Sie stammen aus einer musikalischen Familie? 
Ja, mein Vater jodelte und spielte Handorgel, meine Schwestern Klavier und Gitarre. Ich habe mich als Kind in allem versucht, inklusive Jodeln (grinst). Mit 10 Jahren gewann ich sogar den nationalen Nachwuchsjodler-Preis. Ab einem gewissen Alter wurde das Jodeln dann aber uncool. Singen hingegen blieb eine Leidenschaft. Erst war ich im Surseer Jugendchor, später in einer Rockband. 

Warum singen Sie in Dialekt?
Weil es die Sprache ist, in der ich meine
Gefühle lebe und auslebe und ich mich am besten artikulieren kann. 

Wie entstehen Ihre Lieder?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal habe ich die Melodie schon im Kopf oder sie kommt während des Schreibens. Meine Lieder handeln von Dingen, die mich beschäftigen, die ich oder jemand Nahestehendes erlebt hat, oder von Tatsachen, worüber es sich lohnt, sich Gedanken zu machen. Mein Ziel ist es, mit meiner Musik zu berühren, die Leute zum Tanzen und Lachen, aber auch zum Nachdenken zu bringen.  

War es immer schon Ihr Traum, Musiker zu werden?
Ja, seit ich 16 bin. Ich bin zwar mit Musik gross geworden, ein Musikstudium kam aber nie in Frage. Wir waren eine ganz normale Arbeiterfamilie und da musste ich zuerst etwas Richtiges lernen. Deshalb entschied ich mich für eine Lehre als Maurer.

Warum haben Sie genau die Ausbildung zum Maurer gewählt?
Weil es ein Beruf ist, mit dem man viel Geld verdienen kann. Es ist zwar ein anstrengender Job, aber eine gute Lebensschule. 

Wie haben Sie es geschafft, Ihre musikalische Karriere neben dem Beruf in Fahrt zu bringen? 
Das war eher ein Zufall. Als ich 20 Jahre alt war, durfte ich mich der A-cappella-Gruppe a-live anschliessen, durch die ich viel profitierte. Wir gaben jährlich über 80 Konzerte. Dadurch entwickelte ich mich in kurzer Zeit zum Halbprofi. Da a-live jedoch ein Showact ist, der Coversongs singt und performt, und ich unbedingt meine selbst geschriebenen Songs singen wollte, entschied ich mich nach sechs Jahren, die Gruppe zu verlassen. (bc)

Lesen Sie mehr über Marco Kunz in der aktuellen Ausgabe des Lifestyle-Magazins.

09. Jun 2017 / 11:36
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