• Bei Rückbau eines Hauses muss auf die fachgerechte Entsorgung der alten Baumaterialien geachtet werden.  (iStock)

Wenn vom alten Gebäude nichts mehr übrig bleibt

Nicht jeder glückliche Erbe, der ein Haus oder Gebäude erbt, möchte das ­Objekt ­sanieren. Oft ist der Abriss der alten Immobilie und die Erstellung eines Neubaus sogar die günstigere Variante als eine umfassende Altbau-sanierung. Reto Eberle, ­Geschäftsführer von Eberle Transport AG, erklärt im Interview, wie ein umwelt­bewusster und nachhaltiger Rückbau eines alten Hauses durchgeführt wird und was Bauherren darüber wissen sollten.
Vaduz. 

Herr Eberle, was müssen Bauherren wissen, wenn sie sich für Rückbau und Recycling einer alten Immobilie entscheiden?
Reto Eberle: Der Rückbau wird als ­Pauschalpreis offeriert, daher sind die ­Kosten klar. Bei einem Umbau können jedoch nicht immer alle Kosten verlässlich veranschlagt werden und es kann daher zum Teil böse Überraschungen für die Bauherrschaft geben. Wenn das alte ­Gebäude abgetragen ist, kann der Neubau nach dem Rückbau ohne Einschränkungen nach neuen wohn- und wärmetechnischen Bedürfnissen gebaut werden.

Wie gehen Sie als Unternehmer die Arbeiten an und wie gestaltet sich der Abriss?
Zuerst werden die Werkleitungen ab­getragen: Strom, Wasser, TV und Gas müssen sondiert und abgehängt werden. Das Gebäude wird innen entkernt und die Dachziegel werden entfernt. Falls nötig werden Rodungen ausgeführt. Anschliessend folgen der selektive Rückbau mit schwerem Gerät, der Abtransport der alten Baumaterialien sowie die fachgerechte Entsorgung sämtlicher Rückbaumaterialien.

Wie viel Zeit nimmt ein Rückbau in Anspruch?
Das variiert je nach Grösse des Objekts und Bausubstanz. Bei einem Einfamilienhaus kann in der Regel von zwei Wochen Arbeit ausgegangen werden.

Welche Materialien werden recycelt? Und wie werden diese in der Regel wiederverwertet?
Der Betonaufbruch wird bei uns in Buchs recycelt und als Recycling-Kies wiederverwendet. Die anderen Materialien werden recycelt, deponiert oder gehen in die Verbrennung. Grundsätzlich gilt es, folgende Materialien zu sortieren: Holz, brennbarer Abfall, Eisen, Mischabbruch, Ziegel, Beton oder Altbelag sowie belastetes Abbruchmaterial, welches zu den dafür vorgesehenen Deponien oder Verbrennungsanlagen gebracht wird. (lb)

Lesen Sie das ganze Interview in der aktuellen Ausgabe von «bauen+wohnen».

02. Mai 2017 / 08:55
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