• Einrichten ist eine Frage des Stils und zugleich eine individuelle Sache.  (Tatjana Schnalzger)

Ein Statement der Persönlichkeit

Schönes, geschmackvolles Einrichten und das Gestalten von Wohnräumen ist nicht immer ein leichtes Unterfangen. Welche Möbel, welche ­Materialien und welche Accessoires sollen den Wohnraum schmücken und bereichern? Modern, Landhausstil, nordisch oder Mid-Century Modern – in welchem Ambiente fühlt man sich wirklich zu Hause?
Vaduz. 

Obwohl man beim Einrichten nicht Möbel für die Ewigkeit anschafft, so sollten sie trotzdem gefallen und einem für ein paar Jahre Freude bereiten. Doch ­welcher Einrichtungsstil passt am besten? Während einige genau wissen, wie sie ihre Wohnung Raum für Raum durchgestylt ­haben wollen oder durchstylen lassen, tun sich andere beim Einrichten eher schwer. Schon allein einen bestimmten Stil zu ­finden, fällt nicht immer leicht. Doch genau das macht schönes und gutes Einrichten aus: einen Stil und eine klare Formsprache der Möbel und Accessoires zu finden, sodass ein harmonisch eingerichteter Wohnraum ­entsteht. Wer sich beim Einrichten etwas ­inspirieren lassen möchte, findet auf den ­folgenden Seiten vielleicht sogar den ­«passenden» Einrichtungsstil.

Der nordische Stil

Der skandinavische oder nordische Wohnstil ist ein sehr beliebter Einrichtungsstil. Reduziert, minimalis­tisch, modern und flexibel passt er ­perfekt zum urbanen Lifestyle. Wer jetzt an das grosse schwedische Einrichtungshaus denkt, liegt nur teilweise richtig. Denn ein guter Mix macht es aus. Im ­hohen Norden richtet man sich vorzugsweise mit hellen ­Farben ein; wichtig sind viel Weiss und helle Farbtöne, um der Finsternis und den langen Winternächten entgegenzuwirken. Auch künstliches Licht spielt in Skandinavien eine tragende Rolle – Lampen, Leuchten und Kerzen schaffen eine besondere Wohlfühlatmo­sphäre. Dank vieler heller Farben, natürlichen Materialien wie beispielsweise Birkenholz, wirkt die Einrichtung unkompliziert, charmant und zeitlos. Holzdielen oder holz­vertäfelte Wände in Pastelltönen sorgen für Gemütlichkeit, ohne kitschig zu wirken. Skandinavisches Design orientiert sich sehr stark an der Natur, bestimmt durch Wälder, Flüsse, Fjorde und Seen. Die Maxime der nordischen Einrichtung lautet: Die Form folgt der Funktion.

Der Landhausstil

Idyllisch, gemütlich und naturverbunden – so präsentiert sich der Landhausstil, der durchaus mit nordischen Elementen bestückt ist und ­modern interpretiert wird. Entschleunigung, Nachhaltigkeit und Rückzug in den privaten Raum, wertige Alltagsgegenstände, Produkte aus der Region und das Bewusstsein für deren Fertigung gehören zum urbanen Lifestyle. Der Landhausstil ist gemütlich-rustikal und orientiert sich an traditionellen Formgebungen, die von der Natur inspiriert sind: alte Bauernschränke, Esstische aus naturbelassenem Holz, Bänke und Stühle aus Rattangeflecht, Leder, Felle, strukturstarke Textilien wie Baumwolle und Leinen. Echte Landhausmöbel sind einzigartige Handwerksstücke mit gedrechselten oder geschnitzten Details, denen man ihr Alter ansehen darf: Gebrauchsspuren und raue Oberflächen sind ­erwünscht. Wohntextilien bestechen über­wiegend durch florale Muster, diverse Pastelltöne, Karos und Streifen in Blau-Weiss oder Rot-Weiss. Beliebt sind zudem auch Hussen für Stühle oder Sofas. Diese sind auch praktisch: Die Überzüge können schnell gewechselt werden und ­erzielen eine neue Raumwirkung. (lb)

Lesen Sie mehr zum Thema in der aktuellen Ausgabe von «bauen+wohnen».

02. Mai 2017 / 08:35
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