• Arno und Stefan Tribelhorn.  (pd)

Arno und Stefan Tribelhorn im Gespräch

Zügiges und schnelles Autofahren sowie sportliche Autos haben Arno Tribelhorn immer schon interessiert und begeistert. 1967 ist er sein erstes Rennen – einen sogenannten Slalom – in Trimmis gefahren. Damals war er junge 18 Jahre alt. Heute fährt er zusammen mit seinem Sohn Stefan Tribelhorn, der sozusagen in die Fusstapfen des Vaters getreten ist, auf verschiedenen Strecken sogenannte Trackdays. Zudem fährt Stefan ab und zu auch Langstreckenrennen am Nürburgring.
«Wir haben Benzin im Blut». 

Der Autorennsport ist hierzulande mit einer Wüstenlandschaft vergleichbar», erläutert Arno Tribelhorn. Früher, in den 1960er- und noch 1970er-Jahren, war das noch ganz anders. «Zum einen gab es hier im Land das Bergrennen Vaduz–Triesenberg, das aber 1973 zum letzten Mal durchgeführt wurde, und zum anderen wurde auch mehrere Male der Slalom Ruggell–Schellenberg ausgetragen. Da war dann 1977 auch Schluss», erklärt Arno Tribelhorn.
«Heute gibt es in der Schweiz noch etwa 8 Bergrennen und rund 15 Slaloms, die zur Schweizer Meisterschaft zählen, aber keine Rundstrecken mehr, welche sowieso im Ausland gefahren wurden.» 

Durch Zufall zum Rennsport gekommen
Arno Tribelhorn war eigentlich als Zuschauer an einem Slalom in Trimmis. Doch zwei Kollegen waren der Meinung, er solle doch auch teilnehmen. Als Rennauto diente Arno ein Opel Kadett, der Sepp Nägele aus Triesenberg gehörte. «Sepp war auch derjenige, der mich zu diesem Rennen anmeldete», erinnert sich Arno Tribelhorn. Bei diesem Slalom erreichte er auf Anhieb einen 2. Platz. «Das war’s dann für die nächsten Jahre.» 1977 haben ihn dann zwei andere Kollegen aus Sevelen überredet, es doch einmal mit dem eigenen Auto zu versuchen. Diesmal wurde er im ersten Rennen Fünfter und im zweiten Rennen Zweiter.  Von diesem Moment an war bei Arno Tribelhorn das Rennfieber ausgebrochen. «1977 und 1978 fuhr ich insgesamt neun Slaloms mit meinem orangenen NSU TT, der aber in der Klasse bis 1300 ccm nicht konkurrenzfähig war», weiss Tribelhorn. Ende 1978 kaufte er sich einen NSU TTS für die Klasse bis 1000, mit dem er 1979 bei acht Rennen von insgesamt elf als Sieger hervorging. Im Jahre 1980 zog er sich nach vier Rennen vom Rennsport zurück. «Durch diverse Proteste der Konkurrenz hat es keinen Spass mehr gemacht – da war für mich schon zu viel Politik im Sport», stellt er nüchtern fest. Danach fuhr er noch etwa fünf Jahre Kart-Rennen und betätigte sich auch als Mechaniker für einen Freund, der die Schweizer Kart-Meisterschaft bestritt.

In Vaters Fussstapfen
Sohn Stefan Tribelhorn sagt von sich, dass er Benzin im Blut hat und schon von klein auf durch das Fernsehen und seinen Vater vom Motorsport beeinflusst wurde und davon begeistert war. Allerdings kam er selbst relativ spät zur Rennfahrerei. Im Jahre 2008 kaufte er sich einen Subaru, um mit diesem in erster Linie an den sogenannten Trackdays teilzunehmen. 2012 folgte dann ein neuer Subaru, wieder ein Impreza GT mit satten 350 PS. «350 PS klingt hier vielleicht nach viel Leistung, aber heutzutage sind Autos mit 500 bis 600 PS keine Seltenheit mehr. Vor fünfzehn Jahren gab es noch wenige Autos mit so vielen PS.» An einem dieser Trackdays war auch immer Johann Wanger, ein langjähriger Freund seines Vaters, dabei. Wanger war es auch, der Stefan Tribelhorns Wunsch, einmal bei Langstreckenrennen am Nürburgring teilzunehmen, aufnahm und ihn fortan dabei enorm unterstützte. Johann Wanger besass einen VW Golf, mit dem er selbst an diesen Rennen teilnahm. Er war bereit, das Cockpit mit Stefan Tribelhorn zu teilen und ermöglichte es ihm dadurch, auf sein Ziel hinzuarbeiten. 
«Wir haben immer gesagt, dass wir einmal gemeinsam das 24-Stunden-Rennen in der grünen Hölle fahren wollen. Man kann aber heute nicht einfach Rennen fahren – dazu benötigt man verschiedene Rennlizenzen. Diese zu erreichen, braucht heute Zeit und und bedeutet Aufwand», sagt Stefan Tribelhorn. (lb)

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des Vaterlandmagazins «autofrühling».

20. Mär 2017 / 14:31
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